Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1803

01.01.

Der Hof ist in Berlin. - Über das Jahr 1803 schreibt Cohnfeld: "Nur die Karnevalszeit, die Frühjahrs- und Herbst-Manöver, denen stets eine mehr oder minder große Anzahl fremder fürstlicher Personen beiwohnte, brachte eine Reihe von Hof-Festen, jedoch mehr der Sitte und der Gäste willen, als dass das Königspaar selbst darin sein Vergnügen gesucht oder gefunden hätte. Dagegen besuchten sie jetzt öfter als früher die Theater-Vorstellungen im neuen Schauspielhaus."

08.01.

Kabinettsordre wegen der Übernahme des anatomischen Kabinetts des Dr. Walter für das anatomische Theater in Berlin.

23.02.

Geburt der Prinzessin Alexandrine († 1892).

24.02.

Der neue Konzertsaal im Schauspielhaus wird mit der Aufführung von Haydn's Schöpfung eingeweiht.

25.02.

Reichsdeputationshauptschluss

01.03.

In Berlin findet ein Maskenball mit 750 Personen statt, an dem der in Berlin anwesende Adel und auch das Königliche Haus teilnehmen.

10.03.

In Berlin wird der Geburtstag der Königin begangen.

19.03.

Der König mahnt das Generaldirektorium der Kur- und Neumärkischen Kammer, dass er den Bericht über den Zustand der Provinz für das Jahr 1802 noch nicht erhalten habe.

25.03.

Taufe der Prinzessin Alexandrine.

03.04.

Die Königin bleibt in Berlin, während der König zu den Frühjahrsrevuen nach Potsdam geht.

23.04.

Der Berliner Hof ist dabei, als  der im Garten der Tierarzneischule ein Luftballon aufsteigt, der bis in die Nähe von Mittenwalde fliegt.

01.05.

Am 1. Mai trifft der  Herzogs Karl in Charlottenburg zum Besuch ein.

07.05.

Beginn der Frühjahrsrevuen in Charlottenbug.

14.05.

Der Hof geht nach Potsdam, hier beginnen am 15. Mai die Truppenbesichtigungen. Die Tage enden mit großen Essen in Sanssouci für 100 Personen.

18.05.

Am Abend findet ein Ball des Herzogs Friedrich in Berlin statt.

19.05.

Der Hof kommt zu den am nächsten Tag beginnenden Frühjahrsrevuen nach Charlottenburg. Am Abend findet hier ein Ball statt.

 

"Es geht ins Reich - es geht zu den Ufern des alten Rheins - zu den Schwestern - nach Darmstadt, nach Wilhelmsbad - auch ein Halleluja. Den 25. gehen wir nach Magdeburg zur Revue, da Stillstand bis zum 28., den 29. Halle, den 30. und 31. in Erfurt. Den 1., noch den 2. und 3. in Hildburghausen, den 4., 5., 6. und 7. in Fürth und réunion des soeurs, von da nach Ansbach. Wie lange wir da bleiben, ist unbestimmt und wird von den Geschäften des Königs abhängen; von da nach Wilhelmsbad, wo wir sechs Tage bleiben, dann auf zwei Tage nach Fulda zu Mimi, dann nach Hildesheim und über den Harz zurück, dann Ruhe in Charlottenburg, und wenn's nach mir geht, eine kleine Motion nach Mecklenburg zu dem guten Papa …" (Luise am 19.5. an den Bruder Georg) (Rothkirch, 207ff.)

20.05. bis 23.05.

Frühjahrsrevue im Berliner Tiergarten. Im Anschluss finden Tafeln im Berliner Schloss mit bis zu 200 Gästen statt. Sie enden am 23. Mai mit einem Ball im Schloss.

24.05.

Beginn der Sommerreise, die neben Truppenrevuen der Besichtigung der neuen Erwerbungen Preußens in Thüringen und verwandtschaftlichen Besuchen, namentlich des kurhessischen Hofes in Wilhelmsbaddient.  - Schon am 19. Mai hatte Luise darüber an ihren Bruder geschrieben: "Es geht ins Reich - es geht zu den Ufern des alten Rheins - zu den Schwestern - nach Darmstadt, nach Wilhelmsbad - auch ein Halleluja. Den 25. gehen wir nach Magdeburg zur Revue, da Stillstand bis zum 28., den 29. Halle, den 30. und 31. in Erfurt. Den 1., noch den 2. und 3. in Hildburghausen, den 4., 5., 6. und 7. in Fürth und réunion des soeurs, von da nach Ansbach. Wie lange wir da bleiben, ist unbestimmt und wird von den Geschäften des Königs abhängen; von da nach Wilhelmsbad, wo wir sechs Tage bleiben, dann auf zwei Tage nach Fulda zu Mimi, dann nach Hildesheim und über den Harz zurück, dann Ruhe in Charlottenburg, und wenn's nach mir geht, eine kleine Motion nach Mecklenburg zu dem guten Papa …" (Rothkirch)

25.05. bis 28.05.

Nach Körbelitz. Hier kommt es am 28. Mai auf dem rechten Elbufer zu Beratungen, die für das Schicksal Preußens und Deutschlands von größter Bedeutung werden. Graf Haugwitz legt einen Erlass an die preußische Gesandtschaft in Paris vor, in welchem der französischen Regierung der Verzicht auf den Einmarsch in Hannover vorgeschlagen, zugleich aber die Vornahme militärischer Rüstungen in Preußen ausdrücklich angekündigt wird. Der König verwirft den Vorschlag und setzt am nächsten Tag die Reise nach Thüringen fort- Aus Erfurt schreibt Kabinettsrat Lombard am 31. Mai an Haugwitz: 'Nichts wird uns verhindern, nach Wilhelmsbad zu reisen." (Bailleu)

29.05.

Fortsetzung der Reise nach Halle.  Quartier wird hier beim Konsistorialrat Doktor Niemeyer bezogen, der sich 1808 weigern wird, sein Haus für die Logierung des Königs von Westphalen herzugeben.

30.05.

Über Weimar nach Erfurt, dass seit 1802 preußisch ist. Hier finden am 31. Mai Truppenbesichtigungen statt.

01.06.

Fortsetzung der Reise nach Hildburghausen und Besuch der dort verheirateten Schwester Luises. "Der Aufenthalt war von zwei Tagen, der erste mit Spazierengehen, Musik und Tee im Kümmelmannschen Garten, der zweite Ball." (Rothkirch)

04.06.

Über Coburg und Bamberg nach Fürth. In Coburg kommt es zu einem Zusammentreffen mit der Großfürstin Anna.

05.06. bis 30.06.

Truppenbesichtigungen in Fürth. Am nächsten Tag geht es nach Nürnberg zur Besichtigung der dortigen Burg, am 7. nach Ansbach und von dort nach Würzburg zum Fürstentreffen. Am 12. wird die  Reise über Aschaffenburg, Hanau nach Wilhelmsbad fortgesetzt, wo auch die mecklenburgische Familie eintrifft, und man bis zum 20. Juni mit Unterbrechungen  (Besuch in Darmstadt und in  Frankfurt) bleibt. Hier kommt es auch zu einem Zusammentreffen Luises mit Goethes Mutter. Am  20. Juni geht es nach Langen-Selbold zum Fürsten von Isenburg, dann nach Fulda, am 22. nach Eisenach, am 23. nach Mühlhausen, am 28. nach Gönnern. Aufgrund schlechter Wegeverhältnisse durch lang anhaltende Regenfälle muss ein Besuch des Harzes entfallen. Am Folgetag geht der König allein nach Rothenberg an der Saale ging, um das dortige Kupferwerk anzusehen und reist am selben Tag  mit der Königin über Magdeburg und Tangermünde. Am 30. Juni erreichen sie Charlottenburg.

30.06.

Der Hof ist in Charlottenburg und verbringt hier den Sommer, unterbrochen von  Ausflügen zur Pfaueninsel.

10.07.

In Hildesheim findet die Huldigung der Entschädigungsprovinzen vor dem Minister Schulenburg als Stellvertreter statt.

03.08.

Geburtstag des Königs.

22.08. bis 26.08.

König und Königin Luise reisen nach Ludwigslust, Strelitz und Hohenzieritz zu Luises Familie.

27.08.

Der Aufenthalt in Charlottenburg wird von einigen Tagen in Paretz im September unterbrochen.

18.09.

Der Hof geht nach Potsdam. Hier beginnen am 20. September die Herbstmanöver. An jedem Abend werden im Neuen Palais Theaterstücke aufgeführt.

27.09. bis Anfang Oktober

Der König und die Königin sind in Paretz und kehren von dort nach Potsdam zurück.

14.12.

Der Hof kehrt zum Winter nach Berlin zurück. Schon am 10. Dezember hatte Luise geschrieben: "Der 14. ist juch, juch he! Göttlich." (Bailleu)

 

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© Gaby Huch