Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1812

02.01. bis 23.05.

"Der König kam am 2. Januar 1812 von Potsdam nach Berlin, um hier den Winter zuzubringen." (Klöden)

12.01.

Friedrich Wilhelm III. und die Prinzen nehmen an der Einweihung der der Bürgergarde von Berlin verliehenen Fahnen teil.

24.02.

Militärbündnis zwischen Preußen und Frankreich

26.03.

Der König geht nach Potsdam, "um daselbst wie gewöhnlich morgen am Karfreitag Ihre Andacht zu halten". (Wittgenstein)

28.03.

"Heute Nachmittag um 4 Uhr sind die französischen Truppen … hier eingerückt. Seine Majestät der König haben die Truppen in der Gegend von Charlottenburg in Begleitung sämtlicher Königlicher Prinzen gesehen. Seine Majestät haben sich wieder nach Potsdam begeben." (Wittgenstein)

30.03.

Nach einer großen Parade speisen Marschall Oudinot und mehrere französische Generäle bei Friedrich Wilhelm III.

03.04.

Im Königlichen Schloss werden "Arrangements" getroffen für den Fall, dass Napoleon eintreffen sollte.

16.04.

Audienz für General Graf von Narbonne, Adjutant des Kaisers Napoleon in Charlottenburg

17.04.

König und Kronprinz besichtigen in Charlottenburg die französischen "Schweitzer Regimenter", am Abend kehrt der König nach Potsdam zurück. Auch in den nächsten Tagen kommt der König mehrfach nach Charlottenburg.

26.04.

Empfang des Marschalls Oudinot und mehrere französischer Generäle zur Tafel in Potsdam

Anfang Mai

Der König muss ein Dejeuner für Marschall Murat, den König von Neapel geben. Er erklärt, von den Vorschriften der Etikette, zu beachten seien, keine Ahnung zu haben, und verlangt, vor dem Eintreffen des königlichen Gastes müsse ihn sein neuer Oberkammerherr Fürst Wittgenstein, instruieren. (König an Hardenberg, Berlin, 1.5.1812, in: BPH, Rep. 49 J 96, Bl. 193)

03.05.

Der König, den ein " Zahn-Geschwür“ plagt, ist noch nicht wie üblich zum Vortrag in Charlottenburg eingetroffen.

06.05.

"Der König ist diesen Mittag in Charlottenburg gewesen. Seine Majestät haben mit dem Staatskanzler gearbeitet und sind des Abends wieder nach Potsdam zurückgegangen." (Wittgenstein)

09.05.

Übergabe des Gouvernements und der Kommandantur von Berlin an den französischen General Durutte; Napoleon begibt sich nach Dresden.

10.05.

Königliche Tafel für die französische Generalität in Sanssouci.

14.05.

"Man hat die Vermutung, dass Seine Majestät der Kaiser [Napoleon] vielleicht hier eintreffe oder dass auf der Reise von Dresden nach Warschau zwischen dem Könige und dem Kaiser eine Zusammenkunft in Schlesien stattfinden könnte." (Wittgenstein)

18.05.

"Diesen Morgen ist der König von Neapel ganz unerwartet inkognito hier eingetroffen und in dem Hôtel de Russie abgetreten. Seine Majestät kommen über Magdeburg und sollen diese Nacht die Reise nach Warschau weiter fortsetzen. Der Herr Staatskanzler und einige andere Autoritäten sind zu diesem Monarchen gefahren, um ihm aufzuwarten; ob Seine Majestät den ersteren angenommen haben, weiß ich nicht. Der Kabinettsminister Graf Goltz, der auch geglaubt hat, dahin fahren zu müssen, ist aber nicht vorgelassen worden, da der König von Neapel inkognito hat bleiben wollen und sich bei unserem König nicht hat entschuldigen lassen, durch Potsdam passiert zu sein, ohne Seine Majestät zu besuchen. So habe ich schicklicher gehalten, die Anwesenheit dieses Monarchen ganz zu ignorieren und von Seiten der Hofbeamten keine Aufwartung zu veranlassen." (Wittgenstein)

19.05.

"Der König von Neapel ist heute noch hier geblieben und hat sich bei unserem Monarchen melden lassen. Seine Majestät haben sich hierauf von Potsdam nach Charlottenburg begeben und den König von Neapel zur Insel einladen lassen. Ich bin mit dem Staatskanzler dahin gefahren." (Wittgenstein)

23.05.

Wittgenstein ist in Dresden. Hier erreicht ihn die "Nachricht, dass die Reise des Kaisers Napoleon nach Berlin nicht stattfinden würde und Seine Majestät der König dagegen von dem Kaiser eingeladen worden wären, nach Dresden zu kommen." - Einsetzung des Johanniter-Ordens zu einem Königlichen Haus-Orden.

25.05.

Friedrich Wilhelm III. reist nach Dresden zum "Fürstentag". Im illuminierten Großenhain wird er durch General von Zeschau, Obrist Reisky und den Kammerherrn Hofrat von Koennenz bewillkommnet.

26.05.

Beim Einzug in Dresden gibt es keinerlei Ehrenbezeigungen, da der König sich diese verbeten hatte. Geplant waren eine militärische Parade, Artilleriesalven und das Läuten der Glocken. Der König wird durch den König von Sachsen und die Prinzen Anton und Maximilian am Palais empfangen und bezieht Quartier im prinzlichen Palais in den Zimmern des Prinzen Maximilian. Nach dem Zusammentreffen mit Napoleon trifft er den österreichischen Kaiser. Am abendlichen Diner nehmen die österreichischen und französischen Majestäten, die Königin von Westfalen, der Großherzog von Würzburg und Prinz Anton mit Gemahlin teil, der König speist an der Familientafel der sächsischen Majestäten.

27.05.

Ankunft des Kronprinzen. Der König und der Kronprinz statten dem Kaiser von Frankreich ihren Besuch ab und gewähren verschiedene Audienzen, u. a. für die Minister. "Diese Audienzen dauerten viele Stunden und waren für den König sehr ermüdend." (Klöden) An der großen Abendtafel beim König von Sachsen nehmen alle anwesenden höchsten und hohen Herrschaften teil, anschließend vergnügt man sich mit Spiel und Konversation.

28.05.

Gottesdienst in der Hofkirche in Gala anlässlich des Fronleichnamsfest, an der die beiden Kaiser nicht teilnehmen. Für Friedrich Wilhelm III. war eine besondere Tribüne errichtet worden. Nach Besichtigung der Rüstkammer findet der Abschiedsbesuch Napoleons statt. Er gibt ein großes Abschiedsdiner. Der Tag endet nach einem Spaziergang auf den Brühlschen Terassen, mit "Cercle und Spiel". (Klöden)

29.05.

Abreise Napoleons über Glogau, Posen, Königsberg zu seiner Armee, die an der Grenze Litauens steht. Klöden schreibt: "Das erschöpfte Ostpreußen wurde von den Franzosen wie eine eroberte Provinz behandelt." – Am Nachmittag reisen die österreichischen Majestäten ab. Friedrich Wilhelm III. besucht das Japanische Palais mit seiner Antiken-Sammlung, Bibliothek und Porzellan-Sammlung und diniert bei der französischen Kaiserin mit den noch anwesenden Majestäten. Am Nachmittag geht es nach Tarand. Wittgenstein und Hardenberg bleiben noch in Dresden.

30.05.

Nach Besichtigung der Frauenkirche und der Festung Königstein Weiterreise nach Meißen. Der König von Sachsen verabschiedet sich in der Nähe des Großen Gartens. Auch bei der Abreise war "jede Feierlichkeit oder Begleitung ausdrücklich verbeten" worden. (Klöden). In Meißen wird der König mit großen Feierlichkeiten empfangen, die Stadt ist illuminiert."

31.05. bis 01.06.

Auf dem Rückweg über Dessau und Wörlitz Besuch des Herzogs von Dessau. -Der König hinterlässt auf seiner Reise Hausgeschenke, auch der Türsteher der Dresdner Bildergalerie und der der Rüstkammer, die "Leute auf dem Brunnen in Tarand" , der sächsische Wagenmeister, der Küster in Meißen, der Förster in Weidenheim, wo der König gefrühstückt hat, die Musiker von der Porzellanmanufaktur und der Bürgergarde werden bedacht, auch die Armenbüchse in Tarand erhält eine Spende.

02.06. bis 4.08.

Der König ist wieder in Potsdam. In den kommenden Wochen befindet er sich abwechselnd in Charlottenburg, auf der Pfaueninsel, in Potsdam und Paretz.

17.07.

"Diesen Mittag habe ich bei Seiner Majestät in Charlottenburg gespeist. Es ist bei dieser Gelegenheit das nötige wegen der Reise und des Aufenthalts nach Teplitz verabredet und festgesetzt worden." (Wittgenstein) Die letzten Absprachen für die Reise nach Schlesien werden am 04.08. getroffen.

03.08.

"Um den Feierlichkeiten des heutigen Geburtsfestes zu entgehen, haben Seine Majestät den heutigen Tag auf der Pfaueninsel zugebracht. Die Königlichen Kinder und die Geschwister des Königs haben sich, um Seiner Majestät zu gratulieren, dahin begeben. … Das französische Militär hat zur Feier des heutigen Tages eine große und glänzende Parade gegeben, auch des Abends vor dem Königlichen Palais eine sehr schöne militärische Musik aufführen lassen. Des Abends war die Stadt illuminiert. Des Mittags hat der Staatskanzler ein großes Diner von 70 Personen gegeben." (Wittgenstein)

05.08.

Beginn der Reise durch Schlesien, um die Truppen in Breslau, Neisse und Glatz zu sehen. Der König wird durch Hardenbergs, General Köckritz, den Geheimen Kabinettsrats Albrecht und mehrerer Flügeladjutanten begleitet. Nach Zwischenhalt in Crossen wird in Grünberg Quartier bei Senator Förster bezogen. Adjutant Natzmer berichtet, "die Einwohner Grünbergs [hätten] die gestrige Ankunft Ihres Souveräns dadurch zu verherrlichen gesucht, Allerhöchstdenselben durch ihre ... Bürger- Garde zu empfangen und nach einer vorhergegangenen Illumination der ganzen Stadt einen Ball zu arrangieren, dem Ihre Majestät persönlich mit beigewohnt haben sollen." Der Landrat aus Arensdorf berichtet der Neumärkischen Regierung, der König habe sich beim Aufenthalt am "grünen Tisch" nach der diesjährigen Ernte erkundigt. Majestät "sprachen über Wetter und Staub, nahmen einige Suppliken an, die wider mein Verbot auf der anderen Seite in den Wagen gereicht wurden, und frugen zuletzt, wie lange der General von Köckritz bereits durch sei"; Hardenberg habe er nicht sprechen können, "da die Fenster des Wagen zublieben", allerdings habe sich dieser in Ziebingen "nach dem Zustand der dortigen Bauern erkundigt. Dem Wagen des Königs durfte niemand vorreiten solle, selbst die Forstbedienten nicht. Da der König bereits unterwegs ein Picknick mit kalter Küche auf einer ausgebreiteten Decke gemacht habe und das übrige an die Bedienung und Postillions nach der "Gewohnheit des Königs" verteilt worden sei, habe er es unterlassen, dem König etwas anzubieten.

09.08.

Fortsetzung der Reise nach Neisse. Der König wird mit Vivat-Rufen der Stadt- und Landbewohner begrüßt. Beim Pferdewechsel spricht der König mit den Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordneten. In den kommenden Tagen finden in Neisse Truppenbesichtigung (Neumärkisches Dragoner-Regiment) und ein Besuch der Artillerie-Werkstätten statt. Am 10.08. gibt Oberst Zieten auf dem Redouten-Saal einen Ball. Bei der Abreise erwarten den König vor dem Tor die jungen Mädchen der Stadt, "weiß gekleidet mit grünen Bändern und grünen Kränzen um den Kopf" und streuten Blumen auf den Weg, der überall auf der ganzen Strecke in Stand gesetzt worden war.

11.08.

In Glatz wird der König durch die Militär- und Zivilbehörden am Gouvernementshaus; die Stadt empfangen, dass "aus eigenem Antriebe der Bewohner erleuchtet" war. Die Hoboisten der Stadt veranstalten eine Abendmusik. Am folgenden Tag werden die Truppen besichtigt. En Manöver wird wegen einsetzendem Regen auf den Nachmittag verschoben. Die Landstände werden zu Tafel eingeladen. Nach der Besichtigung der Festung endet der Tag mit der Erleuchtung der Stadt und Musik. – Der König autorisiert Hardenbergs, "in Meinem Namen zu verfügen und zu entscheiden", da er "bei Meiner vorhabenden Badekur wünsche, nicht mit Geschäften überhäuft zu werden." Hardenberg solle ihn wöchentlich zweimal, insofern nichts Außerordentliches geschehe, unterrichten. (Cohnfeld)

13.08.

Abreise zu den Truppenbesichtigungen in  Chrudim. Das Nachtquartier ist "in demselben Hause, welches 78 Jahre früher (1742) Friedrich der Große bewohnt hatte." (Cohnfeld); "Eine unzählbare Menge Menschen aus der ganzen Gegend hatte sich versammelt um Preußens geliebten Monarchen zu sehen, so dass nur mit Mühe der Zug der Wagen langsam durchkommen konnte.", so der Bericht des Postamtes Glatz. Die weitere Reise durch Böhmen in das sich im Besitz des Fürsten Johann Nepomuk Fürst zu Clary und Aldringen befindliche Teplitz "um daselbst zum ersten Mal die Bäder zu gebrauchen", erfolgt inkognito.

16.08.

Ankunft in Teplitz. Fürst Esterhazy fährt dem König entgegen, da er keinen feierlichen Empfang wünschte. Die einzige Feierlichkeit bestand darin, dass man auf den Türmen der Stadt Musik machte, was bei allen neu ankommenden Badegästen geschah. Nach der Tafel und einer Promenade im Schlossgarten besucht der König die Fürstin Esterhazy. Der König nimmt für die nächsten Wochen (bis 08.09.) Quartier im Fürstenhaus. - "Übrigens fand in diesem Jahr in Teplitz eine höchst glänzende Vereinigung hoher Personen statt. Die Kaiserin von Österreich, Erzherzog Ferdinand, der Herzog und der Erbprinz von Weimar, viele Mitglieder der sächsischen Königsfamilie waren daselbst versammelt, und außerdem waren der Kaiser von Österreich, und seine Tochter, die Kaiserin von Frankreich, zu einem kurzen Besuch daselbst anwesend." (BPH) Die kommenden Tag verlaufen ähnlich: Bäder, Promenaden im Schlossgarten, Ausritte, Besuche bei der Fürstin Clary und anderen Gästen in Teplitz, Teerunden, kleine ländliche Feierlichkeiten, Theateraufführungen, Ausflüge in die Umgebung (Doppelburg, Eichwald, Graupen, Osegg, Schlos Dup usw.). Die "Fremden und Badegäste (werden) in der großen Alle vorgestellt", im Fürstlichen Garten finden öffentliche Bälle statt.

 

Über die Clary'sche Familie schreibt Varnhagen, Denkwürdigkeiten, 257 f.: "Zuerst muss ich von der Fürstlich Clary'schen Familie sprechen als der Herrschaft des Ortes und als dessen höchstem geselligen Mittelpunkte. Der Fürst Johann Nepomuk war ein stiller verständiger Herr, von schlichtem und würdigem Äußeren, geistreiche Geselligkeit gewohnt, mit Literatur und großer Welt wohlbekannt. ... Durch sein Verdienst war der ansehnliche Schauplatz, auf dem sich ein reiches häusliches Leben bewegte und unaufhörlich eine glänzende fremde Welt mitwogte, stets wohlgefällig und den Umständen angemessen, und jedermann in diesem Kreise hatte die Wirkung eines fürsorglichen Waltens mitzugenießen ... Neben diesem trefflichen Manne stand als Gattin die Tochter des Fürsten von Ligne, Christine." Rahel Levin, die 1811 Teplitz besuchte, schwärmte: "Wir hatten eine Reihe der schönsten Tage. Morgens, nach Bad und Frühstück, oder schon vom Spaziergange zurückgekehrt, versammelte man sich im Claryschen Garten, wo gewöhnlich die fürstliche Familie und ein Teil der Gesellschaft einem an sich reizlosen Kugelspiel oblag, das aber als Vereinigungspunkt im Freien angenehm war. Die vorbehaltenen Teile des Gartens wurden besucht, in Gondeln der schöne Teich beschifft, alles bewegte sich in traulichem Behagen, in zwangloser Artigkeit. Die Nachmittage waren den größeren Spazierfahrten gewidmet. Selten kehrte man zu rechter Zeit zurück, um noch das Schlosstheater einen Augenblick besuchen zu können, wo eine kleine Truppe aus Böhmen täglich Vorstellungen gab ... Die Abende waren im Schlossgarten besonders lebhaft und mannigfaltig an Gruppierung und Bewegung. Wenn nicht Ball oder sonstige Verabredung die Gesellschaft in dem großen Gartensaale zusammenhielt, so vereinigte sich ein ausgewählter Kreis gewöhnlich noch zuletzt im Claryschen Salon ... Die Badegäste mehrten sich täglich." Nach Bad und Promenade besucht Friedrich Wilhelm III. die Kaserne "zur Aufnahme von kranken Militär-Personen der österreichischen Armee".

29.08.

Am Nachmittag Scheibenschießen der hiesigen Schützen-Gesellschaft. Am Nachmittag des Folgetages Vogelschießen mit Armbrüsten.

30.08.

Der König schreibt an den Kronprinzen: "Das schöne Wetter begünstigt uns sehr, um die in der Tat wunderschönen Umgebungen Teplitzens genießen zu können. So mancherlei Abwechslung und Annehmlichkeit mir auch mein hiesiger Aufenthalt gewährt, so freue ich mich jedoch im Voraus auf den Augenblick wenn ich mich wieder unter Euch lieben Kindern befinden werde.", und an Charlotte: "Mittwoch gebe ich einen Ball im Gartensaal, zu dem alles was beau monde heißt, worunter jedoch auch manches diese Benennung nicht verdient, eingeladen wird. Therese habe ich gebeten die honeurs dabei machen zu helfen." BPH, Rep. 49 J Nr. 214 und J 201a1) – Der Ball, an dem 161 Gäste teilnahmen, darunter Fürst Esterhazy und Fürstin, Herzog von Sachsen-Coburg, Großherzog von Würzburg, Prinz Friedrich von Hessen, Familie Fürst Clary, Fürst Moritz von Lichtenstein und Gemahlin, Prinz August Ferdinand von Preußen, Fürst von Wittgenstein, aber auch Kabinettsrat Albrecht, Clemens Brentano, Bürgermeister Kellner aus Teplitz und Frau, Schauspielerinnen Md. Brede und Md. Brünetti, dauerte bis zum nächsten Morgen!

07.09.

Nach Dux, "um in der Gegend dieser Stadt zwei Eskadrons … vom Regiment Klenau in Augenschein zu nehmen." (BPH, Rep. 49 C I 13a)

08.09.

Nach Mariaschein. Zur Feier des katholischen Festtages Maria Geburt waren hier viele Wallfahrer eingetroffen.

16.09.

Abreise nach Pillnitz zum Besuch des Königs von Sachsen. Den König erwartet eine 8-spännige Kutsche, die ihn zum Bergpalais bringt.

17.09.

Über Herzberg, Jüterbog, Beelitz, Müncheberg Rückkehr nach Potsdam, wo der Herbst verbracht wird.

28.09.

Ende September wird die (künftig jährliche) Ausstellung der Akademie der Künste eröffnet. Zu Caspar David Friedrichs Bild "Felsen mit dem Kreuze", das er für 200 Taler ankauft, äußert Friedrich Wilhelm III.: "Das ist ein schönes Bild. Als ich nach Teplitz reiste, war ich früh auf und gedachte, die schöne Gegend zu sehen; aus dem Tau ragten die Hügelspitzen hervor, und machten gerade diese Wirkung einer Meeres-Oberfläche, und meine eigentliche Absicht war vereitelt; wer es nicht gesehen hat in der Natur, denkt, es ist nicht wahr." (Schadow, Kunst-Werke, S. 123ff.)

30.09.

Prinzessin Wilhelm schreibt an den Bruder: "Den König sah ich in Sanssouci wieder vorige Woche; er befand sich nicht ganz wohl, weil ihn das Bad sehr angegriffen hatte, wahrscheinlich muss er künftiges Jahr wieder hin."

13.10.

Au der Pfaueninsel wird das Geburtstagsfest der Prinzessin Wilhelm begangen.

21.10.

Zwischen dem 18. und dem 21.10. kehrt der Hof nach Charlottenburg zurück. In den kommenden Wochen ist der König "abwechselnd teils in Potsdam und Charlottenburg" und schläft auch einige Tage in der Woche in Berlin, wenn er das Theater besuch. (Wittgenstein)

24.11.

Der König veranlasst eine Zahlung aus seiner persönlichen Schatulle für das Mausoleum in Charlottenburg.

26.12.

Audienz für den Adjutanten des Königs von Neapel in Charlottenburg.

27.12.

Der Hof ist in Berlin.

30.12.

Gratulationscour beim Prinzen Heinrich.

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© Gaby Huch