Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1817

 

01.01. bis 12.04.

Der Hof ist bis 12.04. in Berlin. Das Jahr beginnt mit einem Gottesdienst in der Nikolaikirche und einem Gala-Ball im Rittersaal als Auftakt der Karnevalsaison. In den folgenden Wochen folgen Bälle bei Fürstlichkeiten und Ministern, Assembleen, Redouten u. a.

05.01.

Besuch der Französisch-Werderschen Kirche.

06.01.

Erstes Bohnenfest im Lindenpalais.

12.01.

Besuch der Nikolaikirche und zweites Bohnenfest im Lindenpalais.

15.01.

Ball bei der Fürstin Sanguszka.

17.01.

Ordensfest im Rittersaal des Schlosses.

18.01.

Krönungs- und Ordensfest in der Nikolaikirche mit Diner in der Bildergalerie. Am Abend findet ein Subscriptions-Ball im Theatersaal statt." An den großen Schlacht- und Erinnerungstagen aber war uns die Aussicht aus unseren Fenstern besonders viel wert. Damals wurden diese Tage noch alle mit Paraden gefeiert; die Truppen, auch die Potsdamer Garnison rückte dazu jedesmal herüber, waren vom Tor bis an das Königliche Palais aufgestellt. Der König wurde, wenn er in seiner schönen, imponierenden Haltung vorbeiritt, mit lautem Jubel begrüßt." (Bernstorff)

19.01.

Besuch der Französisch-Werderschen Kirche.

20.01.

Ball bei Minister von Bülow.

21.01.

Redoute.

22.01.

Assemblee bei Minister Kalckreuth.

23.01.

"Heute stand zum ersten Mal seit Deiner Reise von Dir hier in den Zeitungen. Darüber hatte ich so große Freude, dass ich den Artikel der Rarität halber ausschnitt. Es stand da, Du seist zum Neujahr beim Papst gewesen." (Briefe der Prinzessin Wilhelm)

25.01.

Subscriptions-Ball im Theater-Saal.

26.01.

Besuch der St. Nikolaikirche und Kirchenparade.

27.01.

Nach Steglitz und Dahlem.

28.01.

Ball bei Fürstin Sanguszka.

29.01.

Assemblee bei Minister Kircheisen.

30.01.

Ball bei Fürst Radziwill

01.02.

Beginn der Manöver der Berliner Garnison zwischen Steglitz und dem Grunewald zum Gedächtnis der Schlacht bei Brienne. Am Abend Subskriptions-Ball.

02.02.

Besuch der Französisch-Werderschen Kirche. Am Abend Ball im Lindenpalais.

03.02.

Ankunft des Erbprinzen von Anhalt-Dessau (Abreise am 18.02.).

04.02.

Redoute.

05.02.

Assemblee bei General Tauentzien.

06.02.

Ankunft des Erbgroßherzogs von Mecklenburg-Schwerin (Abreise am 19.04.).

08.02.

Subscriptions-Ball.

09.02.

Besuch der Marienkirche. Am Abend Cour-Ball im Rittersaal.

10.02.

Besuch des Museums von Weiß. Ball bei der Fürstin Sanguszka.

11.02.

Diner bei Prinz Wilhelm.

12.02.

Ball bei Graf Moltke.

14.02.

Ball im Lindenpalais.

15.02.

Subscriptions-Ball.

16.02.

Besuch der Dreifaltigkeitskirche.

17.02.

 Ball bei der Fürstin Radziwill

18.02.

Redoute

19.02.

Musik in der Garnisonkirche

21.02.

Diner bei Prinz Friedrich.

22.02.

Assemblee .bei Minister von Bülow.

23.02.

Besuch der Nikolaikirche.

24.02.

Ball im Lindenpalais.

26.02.

Ball bei Gräfin Pappenheim.

02.03.

Besuch der Französisch-Werderschen Kirche.

04.03.

Ankunft des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz.

06.03.

Gala-Diner im Rittersaal.

08.03.

Ball im Lindenpalais.

09.03.

Besuch der Nikolaikirche.

10.03.

Nach Charlottenburg.

11.03.

Diner beim Prinzen Carl von Mecklenburg in Monbijou.

12.03.

Ball bei der Prinzessin Wilhelm.

16.03.

Besuch der Garnisonkirche und Kirchenparade.

19.03.

Ball bei Fürst Radziwill.

22.03.

Gesellschaft im Lindenpalais.

24.03. bis 29.03.

Der Hof ist in Potsdam. Ankunft des Herzogs von Anhalt-Bernburg und der Prinzessin Luise.

25.03.

Nach der Parade Diner im Bronzezimmer. Am Abend Feuerwerk von Großmann.

26.03.

Diner in der Orangerie des Neuen Gartens.

28.03.

Parade der Garnison.

29.03.

Rückkehr nach Berlin.

30.03.

Gottesdienst in der Garnisonkirche und Parade des Militärs. Feierliche Eröffnung des Staatsrats im Schloss. Am Abend Diner im Rittersaal.

02.04. bis 07.04.

Friedrich Wilhelm III. geht zu den Osterfeierlichkeiten nach Potsdam. Er besucht die Garnisonkirche und erlebt am 05.04. die "erste Fahrt des Dampfbootes nach Hamburg". (BPH)

07.04.

Rückkehr nach Berlin.

11.04.

Ball im Lindenpalais.

13.04./14.04.

Nach Potsdam. Besuch der Garnisonkirche  und Parade.

14.04.

In Charlottenburg Diner für den Großherzog von Mecklenburg-Strelitz.

15.04.

Beginn der Brigademanöver. Ankunft des Großfürsten Nikolaus aus Weimar, "um seine hohe Braut nach Russland zu führen" (Klöden)

16.04.

Gala-Diner im Rittersaal.

17.04.

Ball im Lindenpalais.

19.04. bis 22.04.

Manöver bei Teltow, Zehlendorf und Potsdam.

23.04.

Taufe der Tochter des Grafen Narischkin in der Schlosskapelle. Diner für sämtliche Stabsoffiziere in der Bildergalerie und Ball des russischen Gesandten Alopeus.

24.04.

Parade Unter den Linden.

25.04.

Brigademanöver in der Hasenheide. Am Abend Ball bei Prinz August.

26.04.

Manöver im Tiergarten.

27.04.

Besuch der Schlosskapelle. Soiree bei Fürst Radziwill.

30.04.

Besuch des Grauen Klosters und der musikalische Akademie von Weber.

01.05.

Großes Diner im Palais; Abreise des Großfürsten-

03.05. bis 13.05.

Wechsel zwischen Berlin, Charlottenburg und Potsdam und Truppenbesichtigungen.

14.05.

Ankunft des Großherzogs von Strelitz

15.05.

Besuch der Gertraudenkirche.

18.05.

Besuch der Französischen Kirche. Nach der Parade Unter den Linden Diner für sämtliche Stabsoffiziere im Palais in Charlottenburg.

19.05. bis 23.05.

Manöver zwischen Zehlendorf und Kohlhasenbrück. Ankunft der Herzogin von Curland.

24.05.

Fest bei Fürst Radziwill

25.05.

Besuch der Garnisonkirche. Einweihung des Oesfeldischen Weinbergs bei Potsdam (Pfingstberg) in Anwesenheit der königlichen Familie.

27.05. bis 03.06.

Reise nach Zechlin gemeinsam mit dem Kronprinzen und den Prinzessinnen Charlotte und Friederike. Am 28.05. Besuch der Glashütte. Aufgrund der Erkrankung des Königs muss die für den 29.05. geplante Rückreise auf den 03.06. verschoben werden.

04.06. bis 08.06.

Der König ist in Potsdam, Paretz, auf der Pfaueninsel und in Charlottenburg.

09.06.

Abschiedscour für Prinzessin Charlotte vor ihrer Abreise nach St. Petersburg im Königlichen Palais.

12.06./13.06.

Begleitung der Prinzessin Charlotte durch den König und die Kgl. Kinder bei ihrer Abreise nach St. Petersburg; Prinz Wilhelm begleitet sie weiter bis nach St. Petersburg.

14.06. bis 23.06.

Der König ist zu den Brigademanövern in Charlottenburg und besucht mehrfach die Pfaueninsel.

24.06. bis 30.06.

Abreise zur Kur nach Teplitz. "Sein Aufenthalt dort verlief still und geräuschlos, wie es seiner Neigung entsprach, doch zeigte er sich viel öffentlich und besuchte, wie er schon im vorigen Jahre getan hatte, jeden Abend die Gesellschaft im Sächsischen Saal." (Cohnfeld

01.07. bis 01.08.

Weiterreise zur Kur nach Karlsbad in Begleitung Wittgensteins.  "Auch hier lebte der König streng nach seiner Kur. Fast täglich wurden  größere Spaziergänge oder Spazierfahrten nach den bekannten Punkten der schönen Umgebung unternommen. Am Geburts- und Vermählungstage der Prinzess Charlotte, am 13. Juli, vereinigten sich die anwesenden Preußen zu einem Mahle im Posthof, an dem der König indessen nicht teilnahm." (Malachowski)

29.07.

"Onkel Georg [von Mecklenburg-Strelitz, Bruder der Königin Luise] ist seit gestern hier; er wird noch ein paar Tage bleiben, und dann seine Reise nach Kassel zur Vermariagirung fortsetzen." (Bailleu)

02.08.

Reise über Frankfurt in die Rheinprovinzen, "wohin 4 Wochen früher bereits auch der Kronprinz in Begleitung Ancillons von Berlin aus gegangen war." (Cohnfeld) Hier nimmt er im August/September  in Koblenz, Cöln und Münster Paraden ab und wohnt militärischen Übungen bei.  Abstecher führten nach Rheims, Cambrai und Brüssel sowie nach Thionville, Metz und Ligny, wo große Manöver stattfinden.

04.08.

Unfall auf dem Weg von Weg von Eger nach Mainz mit der Kutsche.  "Wie der Kronprinz früher, so empfing auch jetzt der König auf seiner Reise in den Rheinlanden allenthalben Beweise von Treue und Anhänglichkeit, doch fehlte es auch nicht an mancherlei Kundgebungen von Ungeduld, so wie an jenen drängenden Anmahnungen, die zum Teil wohl aus den herrschenden Bedürfnissen, zum größeren Teil aber aus der Stimmung der Zeit hervorgingen. Bald in Andeutungen, bald durch Adressen wurden dem Königs an verschiedenen Orten mannigfache Wünsche und Begehrnisse vorgetragen, deren Erfüllung teils nicht so rasch, teils auch wohl gar nicht möglich war. In Düsseldorf brannte der Wohnung des Königs gegenüber bei der abendlichen Illumination der Stadt ein Transparent mit folgenden Worten: 'Des Rheinlands Wünsche sind: des Königs Heil, die Unverletzlichkeit des Reichs, gleiche Rechte und gleiche Lasten, öffentliche Gerichte und die Wiederherstellung der Stände. (Vota ripuriae: Regis Prosperitas! Regni Integritas! Jurisque Onerisque paritas! Justitia publica! Statuum Restitutio.) In Trier ward dem König eine Adresse überreicht, in welcher das gute, das der König bereits geschaffen, zwar mit Dank anerkannt wurde, die aber dennoch zugleich die Bitte um Beschleunigung des Verfassungswerkes aussprach. Dasselbe taten die Koblenzer; ja diese gingen noch weiter, indem sie den König baten, beim Bundestage dahin zu wirken, dass auch die übrigen deutschen Staaten schleunigst Verfassungen erhielten. Indessen scheint der König diese Hast in Rücksicht auf die Stimmung der Zeit den Bittstellern zu Gute gehalten zu haben." (Cohnfeld)

05.08.

Ankunft in Hanau/Wilhelmsbad. Zusammentreffen mit der Schwester des Königs, der Kurprinzessin von Hessen-Kassel .

16.08. bis 30.08.

Ankunft in Paris, Unterkunft im Hotel des Preußischen Gesandten. "In den nächsten Tagen empfing er den Besuch des Herzogs von Richelieu und mehrerer Gesandter, besichtige wiederholt die Theater und nahm am 20. das Dejeuner in den Tuillerien ein; Tags darauf speiste er beim Herzoge von Wellington. ... Seinen Aufenthalt in der Französischen Hauptstadt benutze der König übrigens, um mit mehr Muße als früher die Merkwürdigkeiten zu besehen." - "Auch für die Künste geschah in diesem Jahr wieder manche Förderung; so kaufte der König in Paris mehrere Marmor-Statuen, und später die schöne Sammlung geschnittener Steine des Grafen Gollemberg, um damit die Kunstschätze Berlins zu bereichern." (Cohnfeld)

31.08. bis 07.09.

Über Reims, Sedan (01.-03.09.), Maubeuge, Valenciennes, Brüssel Reise in die Niederlande, am 07.09. Ankunft in Laken..

08.09. bis 11.09.

Über Waterloo, Belle-Alliance, Ligni, nach Namur, am 09.09. nach Aachen, am 10.09. nach Köln. Besichtigung der Kunst- und Gemäldesammlung, durch die Wallraffsche Sammlung wird er von Everhard von Groote geführt, um so die Errichtung eines Museums in Köln zu erreichen. Er findet "Wohlgefallen" an den Reiseberichten des Kronprinzen und benachrichtigt ihn, "dass Ich nun nach Ihrem Gutachten beschlossen habe, die bei Deutz anzulegenden Festungswerke so weit hinausrücken zu lassen als nötig ist, damit die, behufs der Werke, zum Niederreißen bestimmt gewesenen Bürgerhäuser können stehen bleiben." ( BPH, Rep. 50 D 2 Nr. 3)

12.09.

Über Düsseldorf, Elberfeld, Barmen nach Schwelm. Unterwegs zahlreiche Paraden und Manöver. Besuch der Gemäldeausstellung in Düsseldorf und einer Ausstellung der Solinger Stahl- und Eisenfabrik-Erzeugnisse. In Elberfeld Besichtigung einer Ausstellung von Fabrikarbeiten, am Abend Ball der Bürgerschaft.

13.09./14.09.

 In Hagen Besuch der Fabrikausstellung, in Münster Zusammentreffen mit dem Kronprinzen, dem Prinzen Friedrich der Niederlande und dem Herzog Karl von Mecklenburg-Strelitz. Am Folgetag Besuch des Rathauses und des Saales, in dem der Westfälische Frieden geschlossen wurde.

15.09. bis 19.09.

Weiterreise über Kassel nach Wilhelmshöhe, am 18.09. über Eisenach, Gotha nach Erfurt. „Am 18. des Nachmittags gegen 4 Uhr trafen Seine Majestät der König von Preußen, unter dem Namen eines Grafen von Ruppin, und Seine Königliche Hoheit der Kronprinz von Preußen, unter dem Namen eines Grafen von Zollern, hier ein, wechselten in möglichster Eile die Pferde und setzten Ihre Reise ungesäumt nach Erfurt fort. Am 19. fand eine große Revue bei Erfurt statt, über deren Resultat Seine Majestät der König seine allerhöchste Zufriedenheit zu erkennen hat; gestern Morgen reisten Allerhöchstdieselben von Erfurt ab, um über Weimar in Ihre Staaten zurückzukehren." ( (Gothaische Zeitung)

21.09.

In Wittenberg Besuch der Schlosskirche und des Luthergrabes, dann weiter nach Potsdam. "Gleich nach der Rückkehr des Königs fand große Parade statt, und bald darauf wurden die Herbst-Manöver abgehalten, denen diesmal der spanische Infant Francesco de Paula beiwohnte, der damals unter dem Namen eines Grafen von Maratalla eine Reise an die meisten Europäischen Höfe machte, und dem der König bei Gelegenheit dieses Besuchs den Schwarzen Adler-Orden verlieh." (Cohnfeld)

29.09.

Der Hof geht nach Charlottenburg. Ankunft des Herzogs von Dessau (Abreise am 02.10.) zu den Herbstmanövern.

30.10.

"Kommunion sämtlicher Berliner Geistlichen beider Konfessionen nach dem vereinigten Ritus" in der Nikolaikirche unter Teilnahme des Hofes, Oratorium des Messias in der Garnisonkirche.

31.10. bis 02.11.

Nach dem Reformationsfest in der Garnisonkirche in Potsdam Abreise nach Wittenberg zur Grundsteinlegung für das Luther-Denkmals.

01.11.

Prozession zur Schlosskirche. Grundsteinlegung für das Luther-Denkmal vor dem Rathaus.

02.11.

,Gottesdienst in der Pfarrkirche; Besuch von Luthers Stube. Die Zeitungberichtet über eine schlechte Stimmung bei der Anwesenheit des Königs aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Stadt; bei der Denkmalsenthüllung 1821 lehnt der König seine Teilnahme ab.

03.11. bis 06.12.

Potsdam, dann nach Charlottenburg. Der Hof bleibt hier bis 06.12.

07.12./08.12.

Potsdam.

09.12.

Der Hof ist in Berlin.

19.12.

Besuch der Galanterien-Handlung von Erich. Ausstellung der Konditoren Fuchs und Grunow.

22.12.

Besuch der Putzausstellung der Frau von Taubenheim in der Galanterie-Handlung von Arnow.

23.12.

Besuch des Christmarktes.

30.12.

Schlittenfahrt und Bescherung im Lindenpalais.

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© Gaby Huch