Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1818

01./02.01.

Der Hof ist in Potsdam.

03.01.

Der Hof geht nach Berlin. Ankunft des Herzogs und der Herzogin von Mecklenburg-Strelitz. Anlässlich des feierlichen Einzuges der neuvermählten Prinzessin Friedrich von Preußen in Berlin findet ein Gala-Diner in der Bildergalerie statt.

04.01.

Der Hof besucht den Gottesdienst im Dom in Gala. Ball im Rittersaal.

05.01.

Gala-Oper.

06.01.

Bohnenfest im Lindenpalais.

08.01.

Im Weißen Saal des Schlosses wird die "Weihe des Eros Uranos" aus Anlass der Vermählungsfeier des Prinzen Friedrich von Preußen mit der Prinzessin Luise von Anhalt-Bernburg aufgeführt.

11.01.

Zweites Bohnenfest im Lindenpalais.

15.01.

Ankunft des Prinzen Wilhelm nach siebenmonatiger Abwesenheit in Russland.

18.01.

Ordensfeier

21.01.

Geburtstag der Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz. In den folgenden Wochen finden aus Anlass des Karneval zahlreiche Feierlichkeiten wie Bälle, Assembleen, Redouten etc. an den Höfen und bei den Ministern statt.

27.01.

Sitzung des Staatsrates. Prinz Wilhelm schreibt an seine Schwester Charlotte: "Immer mehr überzeugt man sich von der Nützlichkeit dieser Einrichtung; denn wie manche Gesetze würden sonst in einer Kammer ausgeheckt werden und publiziert, ohne dass jemand weder dafür noch dagegen gehört hätte. Hier aber wird die Sache von allen Seiten debattiert. Heftige Wortwechsel entstehen, und dann wird durch die Stimmenmehrheit entschieden."

28.01.

Die Absicht einer Reise nach Russland wird öffentlich.

26.02.

Ankunft des Herzogs von Anhalt-Dessau.

27.02.

Manöver auf dem Tempelhofer Feld.

03.03.

Sitzung des Staatsrats

11.03.

 Besuch von Artarias Gemäldesammlung.

19.03.

Zur Kommunion mit der Garnison nach Potsdam. Rückkehr nach Berlin am 23.03.

25.03.

Manöver auf dem Tempelhofer Feld.

26.03.

In einem Brief an Kaiser Alexander schreibt Friedrich Wilhelm III. über die bevorstehende Reise nach Moskau.

28./29.03.

Der Hof ist in Potsdam.

30.03.

Rückkehr nach Berlin. Ball im Lindenpalais.

31.03.

Der Jahrestag des Einzugs in Paris wird mit einer Parade Unter den Linden und einem Diner für sämtliche Stabsoffiziere im Palais gefeiert.

10.04.

Nach Potsdam.

12.04.

Zur Pfaueninsel und über Charlottenburg Rückkehr nach Berlin.

15.04.

Musikalische Akademie von Weber im Opernhaus.

17.04.

Ankunft des Herzogs von Dessau.

18.04.

Ankunft des Großfürsten Michael auf der Reise nach England. Vermählung der Prinzessin Friederike von Preußen, Nichte des Königs, mit dem Herzog von Anhalt-Dessau, "worauf wieder mancherlei Hoffeste folgten." (Klöden)

19.04.

Einem feierlichen Kirchgang folgt ein Dejeuner dinatoire bei den Neuvermählten. Am Abend Ball im Weißen Saal.

20.04.

Parade Unter den Linden. Gala-Diner im Rittersaal, anschließend Gala-Oper.

21.04.

Manöver bei Tempelhof.

23.04.

Manöver im Grunewald.

27.04.

"Die Festlichkeiten haben nun alle der Reihe nach stattgefunden, wie sie in der Zeitung annonciert waren. Auf dem Maskenball erschien der Hof maskiert in den verschiedenen Kostümen der vier Himmelsrichtungen. … ist jetzt der 27. Mai zur Abreise des Königs bestimmt. Den 16. Juni kommt er nach Moskau; den 1. Juli schon geht‘s nach Petersburg, und Mitte des Monats will er schon wieder abreisen. … Zwar bin ich überzeugt, dass der König den Bitten nachgeben und bis zum 3. August bleiben wird, um die Peterhofer Fête zu sehen … Ich wünschte aber, der König setzte die längere Zeit in Moskau zu, denn einmal kennt er Petersburg und fürs zweite ist ersterer Ort doch so unendlich viel interessanter." (Jagow)

28.04.

"Den 28. April ging der König mit dem neuvermählten Paare und dem ganzen Hofe nach Potsdam." (Klöden)

01.05.

Abreise des Herzogs und der Herzogin von Dessau.

03.05.

Rückkehr nach Berlin.

09.05.

Nach Potsdam.

11.05.

Nach Paretz.

12.05.

Nach Berlin.

14.05.

Besichtigung des Pochhammerschen neuen Badehauses.

15.05. bis 17.05.

Nach Potsdam. Vom 15.05. bis 17.05. finden Manöver bei Stolpe,  Teltow und Potsdam statt. Der König schreibt an Charlotte: "In einem Monat bin ich bei Euch, welche Freude! … Wir hatten 3 Tage hintereinander ein zusammenhängendes Manöver zwischen Zehlendorf und hier. Der erste Tag hatte viel Ähnliches mit dem vorjährigen, wo wir in Kohlhasenbrück speisten. Diesmal waren wir den Mittag in Stolpe ... Heute ist es mit Einnehmen der Stadt Potsdam beschlossen worden." (Bailleu)

18.05.

Rückkehr nach Berlin.

22.05.

Ankunft des Erbprinzen und der Prinzessin Gustav von Mecklenburg-Schwerin.

23.05.

Nach Potsdam. Hier findet am 24.05. die Trauung des Grafen Brandenburg mit Fräulein Massenbach statt.

24.05.

Garnisonkirche; Parade;

25.05.

Rückkehr nach Berlin.

27.05.

Beginn der Reise nach Posen und Preußen zu Truppenbesichtigungen in Begleitung des Kronprinzen und des Herzogs Karl von Mecklenburg-Strelitz.

28.05. bis 30.05.

Posen. "Die östlichen Provinzen sahen ihren König seit neun Jahren zum ersten Male wieder. Allgemein und laut war die Freude. Die Altpreußen hatten im Dezember 1809, selbst am Grabe einer bessern Vergangenheit stehend, wehmütig ihren, von der Sorge um die Zukunft gebeugten, König scheiden sehen. Den rumgekrönten, von dem noch duftenden Lorbeer frischer Siege verjüngten, König sahen sie wieder. Nicht Petitionen und Adressen über unerfüllbare allgemeine Wünsche verstimmten hier sein Gemüt, dem das Volk, wie in Preußen immer, mit unbedingter Liebe vertraute, wiewohl es an mancherlei Bittschriften einzelner nicht fehlte.... In Posen erfreute sich der König an vielem, am meisten jedoch an der Landwehr, die in ihren Übungen die ihr angeborene polnische Gewandtheit bewährte, In Thorn rühmte der König die französische, jedoch nur in Erde und Holz, begonnene Befestigung." (Malachowski)

31.05.

Nach Thorn. Der König schreibt an Charlotte: "Es ging äußerst brillant in Posen zu, Schade nur, dass ich, wie Du weißt, wenig Sinn für dergleichen Festivitäten behalten habe. Hier ist leider heute Abend auch Ball, und so wird es wohl fortgehen." (Bailleu)

02.06.

Nach Marienwerder.

03.06.

Nach Heiligenbeil.

04.06. bis 07.06.

Königsberg. Quartier im Schloss. In den nächsten Tagen finden Paraden, Manöver, Feierlichkeiten statt, u. a. eine Lustfahrt auf dem illuminierten Schlossteich.

08.06.

Nach Trakehnen.

09.06.

Die russische Grenze wird erreicht, ab hier Fortsetzung der Reise inkognito als Graf von Ruppin. Adjutant Witzleben schreibt aus Moskau am 19.06.: "Den 9. früh befand sich der König unwohl, Folge einer in Königsberg erlittenen Verkältung. Es war ungewiss, ob er reisen würde. Endlich entschloss er sich dazu, und sendet mich voraus, um zu verhindern, dass man ihn unterwegs nicht aufhalte [!]. In Wilkowisky aßen wir zu Mittag, in dem nämlichen Hause, wo Napoleon die berüchtigte Proklamation bei Eröffnung des Krieges ergehen ließ. Die kaiserliche Küche war hierher geschickt und alles vortrefflich eingerichtet. Der König dinierte nicht und fuhr gleich weiter. Abends kamen wir bei guter Zeit nach Prenn. Von hier geht die Poststraße nach Wilna eigentlich über Kowno, weil dort eine Brücke über den Niemen, bei Prenn aber kein Übergang ist. Weil jener Weg aber 5 Meilen um ist, so hatte der Kaiser nicht allein bei Prenn eine Fähre, sondern auch einen 10 Meilen langen Weg gerade auf Trasky führen lassen, woran dem Vernehmen nach 6000 Bauern 4 Wochen gearbeitet haben sollen, da er zum Teil durch den Wald geht. Den 10. abends kamen wir nach Wilna."

10.06. bis 15.06.

Weiterreise über Wilna, Smorgoni, Minsk, Borisow, über den Dnepr, Krasnoi, Smolensk, Wjasma nach Borodino. Witzleben schreibt: "Mittags war immer eine außerordentlich schön servierte Tafel vorhanden. In den Nachtquartieren war ebenfalls für alles gesorgt. Mit einem Wort, man kann nicht mehr Aufmerksamkeit beweisen, als es russischerseits geschehen ist." In Kunzowa wird der König durch  Kaiser Alexander, den Großfürsten Nikolaus und dessen Gemahlin, Tochter des Königs, empfangen. Nachtquartier im Landhaus des Oberkammerherrn Narischkin.

16.06. bis 26.06.

Ankunft in Moskau. Einzug unter Glockengeläut mit 101 Kanonenschüssen. Militärische Ehrenbezeugungen auf dem Weg bis zum Kreml. Der König schreibt an Prinz Wilhelm: "Meine Reise ist sehr glücklich und sehr rasch vonstattengegangen. Ich werde mit Güte + Freundschaft & Attentionen aller Art überhäuft." (BPH, Rep. 49 J 226)

17.06.

 "Am folgenden Tag eröffnete eine große Cour mit Galadiner und Ball beim Kaiser die ununterbrochene Reihe der rauschenden Festlichkeiten, die den König in Russland erwarteten. Truppenparaden, Diners, Bälle, Konzerte, Schauspiele und Landpartien wechselten in bunter Folge und erregten durch Glanz und Pracht das Staunen der Fremden; zwischendurch wurden die zahlreichen Merkwürdigkeiten der Stadt in Augenschein genommen. Bei allen Gelegenheiten ward eine wahrhaft orientalische Pracht entfaltet; ich glaube, dass man nirgends sonst eine solche Menge von Juwelen und Edelmetallen zusammen sehen kann. ... Die Festlichkeiten des russischen Hofes suchten die russischen Großen, denen das Programm Gelegenheit dazu bot, durch Pracht und Originalität ihrer Veranstaltungen möglichst noch zu übertreffen. ... Von den Sehenswürdigkeiten besichtigten wir den Kaiserlichen Schatz, die Krönungskirche, die Begräbniskirche, den berühmten Glockenturm Iwan Weliki, den kaiserlichen Sommergarten, in dem die Kunst alles ersetzen muss, was die Natur versagt, das große Spital, das Arsenal, die lutherische Kirche, das mächtige Kaufhaus (Gostinoy dwor), die Feuerwehr, die Kasernen und anderes." (Malachowski)

27.06. bis 01.07.

Weiterreise über Kloster Woskressensk, Twer, über die Wolga, Wolotschok, Nowogrod nach Zarskoe Selo. Ankunft am 01.07. und Empfang durch die kaiserliche Familie.

01.07. bis 03.07.

Zarskoe Selo.

04.07. bis 12.07.

Weiterreise nach St. Petersburg. "Die Festlichkeiten in Petersburg beschränkten sich auf einige große Diners und Lustfahrten." (Cohnfeld) "Bei den Hoffesten herrschte die gleiche orientalische Pracht wie in Moskau." (Malachowski)

13.0/14.07.

Peterhof. "Am 13., dem Geburts- und Vermählungstag unserer  Großfürstin Charlotte, sind wir hierher gegangen, um einem großen Feste beizuwohnen, was sonst gewöhnlich den 3. August, als den Namenstag der Kaiserin Mutter und Geburtstag unseres verehrten Königs, also ein doppeltes Familienfest, gegeben wird, dies Mal aber des Königs Majestät wegen auf diesen Tag, den 13., verlegt worden. Es war eine große Redoute ... abends war der Garten illuminiert und auf eine so brillante Art, dass man dergleichen nur an einem asiatischen Hofe findet. Man rechnete 240.000 Lampen, und ich finde diese Angabe sehr mäßig, wenn man die ungeheuren Gänge, Tempel, Bosquets etc. betrachtet. Gestern sind wir in Oranienburg gewesen, 13 Werst von hier, wo ein großes Feuerwerk abgebrannt wurde, das prächtigste, was ich je gesehen. Außer manchen sehr schönen Dekorationen, machte der Beschuss ein Bouquet, wie es die Artilleristen nennen, von 40.000 Raketen. Das Wetter begünstigte alles hier ungemein, und die Einrichtungen sind hier überall so kolossal, vortrefflich und asiatisch prächtig, dass nichts zu wünschen übrig bleibt. Die zarten Aufmerksamkeiten, die unserm Monarchen von seinem kaiserlichen Freunde widerfahren, sind wahrhaft rührend." (Witzleben)

15.07.

Auf der Fregatte Russia nach Kronstadt. Die geplanten Seemanöver müssen wegen Windstille unterbleiben.

16.07. bis 22.07.

St. Peterburg. Am nächsten Tag beginnt die Rückreise zur deutschen Grenze. Ankunft in Memel am 22.07. der Kronprinz bleibt noch bis zum 04.08. in St. Petersburg. (BPH, Rep. 50 C 2 13)

23.07.

Der König schreibt an Charlotte: "Bis hierher (Memel) wäre ich denn mit Gottes Hilfe glücklich gekommen, alles ist auf der Reise glücklich vonstattengegangen, bis auf den Sand die Hitze und den Staub, die eine kleine Geduldsprüfung waren. Von meinen Empfindungen sage ich nichts, als ich hier in Memel eintraf, sie sind Dir erklärlich. Wie glücklich und zufrieden bin ich, Dich glücklich und zufrieden wiedergesehen und verlassen zu haben. Gott wird ja ferner helfen, und Dich, Nikolai und den Kleinen beschützen."

24.07.

Per Boot nach Sandkrug, Rositten, die Nehrung entlang nach Königsberg.

25.07. bis 30.07.

Nach der Parade im Schlosshof, einem Diner in Juditten und der Besichtigung der Garnison, des Blindeninstituts und des Militärkrankenhauses geht es in den folgenden Tagen über Heiligenbeil, Frauenburg, Elbing nach Marienburg, wo der König die Wiederherstellung des hochmeisterlichen Schlosses begutachtet (26.07.), über die Weichsel und Dirschau nach Danzig (27.07.), nach Schlawe (28.07.)  und über Stargard (29.07.) nach Charlottenburg. Ankunft am 30.07.

31.07.

Parade unter den Linden.

02./03.08.

Nach Potsdam und zur Pfaueninsel.

03.08.

Ankunft des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz.

04.08.

Rückkehr nach Charlottenburg.

08.08. bis 10.08.

Zur Pfaueninsel und nach Paretz.

11.08.

Nach Charlottenburg.

17.08.

Rückkehr des Kronprinzen aus Russland.

19.08.

Brigademanöver bei Schöneberg.

22.08. bis 24.08.

Paretz.

25.08.

Rückkehr nach Charlottenburg.

26.08.

Brigademanöver bei Schöneberg.

29./30.08.

Pfaueninsel.

31.08.

In den folgenden Tagen ist der Hof überwiegend in Charlottenburg. Bei Schönhausen und zwischen Tempelhof und Schöneberg finden die Manöver bis zum 15.09. statt. Am 06.09. treffen Erbprinz und Erbprinzessin Paul von Mecklenburg-Schwerin ein.

07.09.

Parade von der Hasenheide über Friedrich-, Wilhelmstraße, Unter den Linden.

16.09.

Kunstausstellung im neugebauten Flügel der Akademie.

17.09.

Ankunft der Prinzessin Friederike. Prinz Wilhelm schreibt: "Reisekonferenzen, Parade, frühes Diner, und dann ging's nach der Hasenheide dem Kaiser entgegen. Der König war bis Köpenick gefahren. … Nach dem ersten Bewillkommnen eilten wir voraus zu unseren Truppenteilen. … Der Vorbeimarch, der König an der Spitze, geschah vor dem Palais; das Ganze machte sich in der Abendbeleuchtung sehr schön. Unzählige Mengen von Menschen waren auf den Beinen, welches bei einer allgemeinen schönen Illumination bis spät in die Nacht dauerte." Der russische Kaiser kommt zum Kongress in Aachen.

19.09.

Grundsteinlegung für das Befreiungskriegs-Denkmal auf dem Tempelhofer Berg (Kreuzberg) in Anwesenheit des russischen Kaisers.

20.09.

Manöver zwischen Charlottenburg, Pichelsdorf und Spandau. Spazierfahrt in das illuminierte Potsdam.

21.09.

Fortsetzung des Manövers. Der Kaiser reist nach Leipzig ab.

22.09. bis 27.09.

In der Nacht Abreise von Potsdam zum Kongress in Aachen. Ankunft am 27.09.

28.09.

Einholung des österreichischen (vormittags) und des russischen Kaisers (abends), am Abend  gemeinsames Essen beim König. "Am Rathaus schimmerten in funkelnden Glasprismen die Worte: Ome trium perfectum (Aller guten Dinge sind drei.)" (Cohnfeld)

29.09.

Der  König schreibt an den Kronprinzen: Er sei "glücklich, in dieser zum Europäischen Stelldichein auserkohrenen alten Reichsstadt, der ehwürdigen Capelle Caroli Magni" angelangt; am gestrigen Tage seien alle hohen Herrschaften angekommen "so dass der gestrige Tag im beständigen Erwarten ziemlich unruhig zugebracht worden ist"; er sei jeder Majestät in einer "eigens dazu angekauften, sehr eleganten ... Kalesche entgegengefahren", und hätte sie unter dem Zuruf der Truppen bis in ihre Gemächer  begleitet. (BPH, Rep. 49 J 214)

18.10.

Jahrestag der Schlacht bei Leipzig.

 

"Der in Aachen anwesende König Friedrich Wilhelm III. sichert H. für seine beabsichtigte Reise 'nach der indischen Halbinsel und dem indischen Archipelagus' für vier bis fünf Jahre je 12.000 Taler sowie das (Staatseigentum bleibende) Instrumentarium zu. H. begleitet Friedrich Wilhelm III. und Zar Alexander I von Russland zu einer Truppenbesichtigung nach Valenciennes (B: 23.10.) und zu einem kurzen Besuch von Paris (1.11.: Besuch des 'Panorama de Londres'); er kehrt von dort im Gefolge der Souveräne nach Aachen zurück (wohl nach 5.11.)" (Humboldt-Chronologie)

20.10.

In Begleitung des Kaisers Alexander, des Prinzen Karl und des Großfürsten Konstantin sowie A. von Humboldt über nach Namur zur Musterung des in Frankreich stehenden Armeekorps.

21.10.

Nach Valenciennes.

24.10.

Nach Maubeuge.

25.10.

Nach Sedan.

27.10.

Nach Soisson.

28.10. bis 1.11.

Paris. "Neben anderen Sehenswürdigkeiten besichtigte der König in den nächsten Tagen auch das Atelier des Malers Gérard [am 1.11.]." (Malachowski)

02.11. bis 06.11.

Rückreise nach Aachen. Aufgrund einer Erkrankung des Königs können nur Tagesreisen gemacht werden. Der König schreibt an den Kronprinzen: "Ich habe eine ungeheure Backe … und einen heftigen Fluss im Kopfe mit etwas Fieber … so dass es mir unmöglich wird heute zu reisen, wie es die Absicht war. Ich hoffe jedoch, dass ich in 2 bis 3 Tagen werde reisen können, und bin ungeduldig, Euch in Aachen zu treffen, wo Ihr, wie ich hoffe, recht schön die Honneurs machen werdet." (BPH, Rep. 49 J 214)

06.11.

Ankunft in Aachen. "Den Erzeugnissen der Kunst widmete der König auch hier, wie früher in Paris, seine Teilnahme; er besuchte unter anderen die Bettendorfsche Gemälde-Sammlung, kaufte ein  zur Schau gestelltes Gemälde von Begas, Jesus am Ölberg, und bestellte ein Gegenstück dazu bei demselben Künstler; auch ließ er sich selbst für den Prinzen-Regenten von England in Lebensgröße von dem englischen Maler Lawrence malen, und dasselbe taten die beiden Kaiser." (Cohnfeld)

16.11.

Großes Abschiedsfest der Stadt Aachen für die Monarchen in den Badesälen. Am Folgetag Abreise des Kaisers von Österreich. Friedrich Wilhelm III. reist am 20.11. über Jülich, Köln, Bonn, Koblenz Mainz. Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Buttlar, Erfurt, Merseburg. Ankunft in Potsdam am. 28.11.

29.11.

Parade in Potsdam.

30.11.

Der Hof geht nach Berlin. Parade der Garnison Unter den Linden.

11.12.

Besuch der Kunstausstellung.

18.12.

Besuch der Optischen Panoramen.

21.12.

Parade Unter den Linden.

22.12.

Nach Potsdam. Am 23.12. Empfang der Kaiserin-Mutter durch den König in Michendorf, Einzug in Potsdam. Diner im Zimmer Friedrichs II.

24.12.

Einzug der Kaiserin-Mutter in Berlin mit einer Truppenparade vom Tiergarten bis zum Schloss. Gala-Diner im Weißen Saal.

25.12.

Luisenstiftung. Gala-Ball im Weißen Saal.

26.12.

 Besuch des Mausoleums in Charlottenburg, der Kunstausstellung in der Akademie zu Berlin, der Charité. Diner in der Galerie der Singakademie. Am Abend Oper und Souper in den Zimmern der Kaiserin.

27.12.

Abreise der Kaiserin.

28.12.

Abreise des Herzogs von Mecklenburg-Strelitz und des Herzogs von Cumberland.

30.12.

Abreise der Großfürstin Marie.

31.12.

Nach Potsdam. Wilhelm schreibt an Charlotte: "Wir sind gestern hergegangen, weil Papa der vielen Belustigungen in vergangener Woche wegen keine Fête am heutigen Tage geben wollte. Unerwartet fielen wir hier in einen Ball im Konzertsaal, auf welchen Karl und ich auf eine Stunde geschickt wurden, weil Papa und alle andern nicht wollten. Von nichts hatten wir gewusst, folglich waren wir bestiefelt. Außer dem Vergnügen der Seifenblasen verstrich Silvester leider ganz still und nicht einmal bis Mitternacht blieb man zusammen, wie sich das hier in Potsdam überhaupt nie recht machen will."

 

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© Gaby Huch