Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1820

01.01.

Der König ist in Potsdam.

02.01. bis 08.01.

Der König ist in Berlin. Hier findet am 06.01. das Bohnenfest im Lindenpalais statt.

09.01.

Besuch der Garnisonkirche in Potsdam.

13.01.

Mit einer Redoute im Theater beginnen die Karnevalsfestlichkeiten. Am 16.01. findet der Hofball im Rittersaal statt. Es folgen Bälle, Assembleen, Redouten, Dejeuners an den Höfen und bei den Ministern.

18.01.

Der Ordensfeier im Dom folgt ein festliches Diner in der Bildergalerie.

23.01.

Zweites Bohnenfest.

04.02.

Ankunft des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz.

05.02.

† Prinzessin Ferdinand.

12.02.

Feierliches Begräbnis der Prinzessin Ferdinand im Dom.

15.02.

Abreise des Großherzogs.

16.02.

Die Nachricht von der Ermordnung des Herzogs von Berry trifft ein.

17.02.

Ankunft des Prinzen Karl von Neuwied.

05.03.

Der König besucht das Grabmal der Königin Luise.

17.03.

Der Geburtstag des Prinzen Wilhelm wird mit einem Dejeuner dinatoire beim König mit der königlichen Familie, allen fremdem fürstlichen Herrschaften und den ersten Behörden des Staates gefeiert. Nach einer Quadrille in der Reitbahn findet am Abend ein Ball im Prinzessinnenpalais statt.

19.03.

Am Abend findet bei Prinz Karl eine Vorführung physikalische Experimente statt.

20.03.

Der König gibt dem englischen Gesandten Rose eine Audienz.

23.03.

Konfirmation der Prinzessin Elisa Radziwill und des Frl. von Wildenbruch in der Schlosskapelle. Wittgenstein bemerkt, dass sie keinen Sessel - wie sonst bei königlichen Prinzessinnen üblich - sondern nur einen Stuhl erhalten hat.

25.03.

Kommunion mit der Garnison in Potsdam.

30.03.

Parade Unter den Linden. Sonst ist die Parade am 31.03., dem Tag des Einzugs in Paris. Am Mittag findet eine große Tafel im Palais statt, "wozu alle Stabs-Offiziere, die bei der Einnahme von Paris gegenwärtig waren, eingeladen wurden." (BPH, Wittgenstein). Der König geht dann nach Potsdam und kommt am 03.04. aus Potsdam zurück.

03.04.

"Der Aufenthalt Seiner Majestät ist von jetzt an überraschend hier und in Potsdam." (BPH, Wittgenstein)

16.04.

Der König schreibt an Charlotte: "Gestern ist der Bau des Russischen Hauses … vollendet worden. Heute am St. Nikolaitag 9/21 Mai … soll es eingeweiht werden. Es steht unweit der Pfaueninsel …" - die Verlobung Alexandrines wird "meiner Reise wegen, da ich im Juni nach Pommern und der Insel Rügen gehe, und den Juli und August auf Anraten der Ärzte in Karlsbad und Teplitz größtenteils zubringe, erst im September statthaben." (Bailleu)

19.04.

Reise des Prinzen Karl nach Russland

24.04.

Korps-Manöver in Berlin.

27.04.

Der Jahrestag der Schlacht von Groß Görschen wird mit einem Gottesdienst im Freien und einem religiös-militärischen Fest für die Mannschaft der Garnison, die bei Groß Görschen gefochten hat, begangen. (BPH)

28.04.

Brigade-Manöver.

29.04. bis 30.05.

 Potsdam.

30.04.

Audienz für den spanischen Gesandten, der von seinem Hof abberufen wurde.

04.05.

"Das Volk ist dem Herrscherhause aufs Allertreueste ergeben und noch hat nichts die Anhänglichkeit erschüttern können. Denn die Vorfälle dieses Sommers, die mit dem ominösen Namen politische Umtriebe bezeichnet zu werden pflegen, sind demselben fremd geblieben und werden es stets bleiben, solange wachsame Regierungen existieren, die ihr vorzüglichstes Augenmerk auf die Lehrer der Jugend gerichtet haben. ... In den Rheinprovinzen muss man ein anderes Räsonnement führen. Dort kann noch von keiner Anhänglichkeit an die Regierung die Rede sein. ... Wenn ich nun mich resümiere, so finden wir in den alten Provinzen freilich teilweise Unzufriedenheit, die aber durch die langen und festen Bande der Anhänglichkeit an den König und die Regierung überboten wird; - in den neuen Provinzen Mangel an Vertrauen zur Regierung und daher Unzufriedenheit, aber Scheu vor jeder gewalttätigen Umwälzung der Dinge ... Nirgends finden wir also Anlass zu einer Revolution, den man uns im Ausland so gerne andichtet!", schreibt Prinz Wilhelm an Charlotte.

05.05.

Korps-Manöver. In den folgenden Tagen finden weitere militärische Übungen bei Berlin statt.

10.05.

Parade Unter den Linden. Im Anschluss findet ein Diner in der Bildergalerie statt, zu dem auch das Militär eingeladen ist. "Es ist dieses die gewöhnliche Tafel nach Beendigung des Manövers".

11.05.

Ende der Frühjahrsübungen.

12.05.

Audienz für den schwedischen Gesandten, der von seinem Hof abberufen wurde.

13.05.

Beginn der Kirchengebete wegen der bevorstehenden Niederkunft der Prinzessin Friedrich. "Seine Majestät haben heute auch bestimmt, sich nach dem Rat der Ärzte nach Karlsbad und Teplitz zu begeben; die Monate Juli und August sind zu diese Reise bestimmt. ... Seine Majestät werden sich den 1. Juni nach Stettin, Kolberg, Stargard zur Revue und nach Stralsund und der Insel Rügen begeben und das ehemalige schwedische Pommern zum ersten Mal mit ihrer höchsten Gegenwart beglücken." (BPH, Wittgenstein) Die Verlobung der Prinzessin Alexandrine muss deshalb verschoben werden.

19.05.

Geburtstag der Prinzessin Louisa Radziwill.  Nach der Gratulationscour findet mittags eine große Tafel beim König in der Galerie statt, am Abend folgen ein kleines Fest und eine Theatervorstellung in Monbijou, veranstaltet von den Prinzen,

20./22.05.

Potsdam. Am 22.05. wird mittags Sanssouci besucht, dann Rückkehr nach Berlin.

24.05.

Antrittsaudienz für den neuen sardinischen Gesandten.

26.05.

Der Regierungs-Vizepräsident von Pommern, von Rohr, schickt an den Generaladjutanten des Königs mehrere Exemplare seines "Zur Ankunft des geliebten Landesvaters in Pommern, Stargard den 1. Juni 1820" verfassten Gedichts.

01.06. bis 03.06.

Reise nach Pommern. Die erste Station ist Stargard.

04./05.06.

Kolberg.

06.06.

Swinemünde.

07.0/08.06.

"Über Heringsdorf (Heringsfischerei) am Stand (Aussicht vom Streckelsberg bei Koserow) Wolgast (Kirche) Boltenhagen (Mittag) Greifswald (Universitätsgebäude und [Nikolai]kirche) nach Stralsund." (Tagebuch)

09.06.

Einschiffung, zur Insel Rügen, dann über Bergen nach Putbus.

10.06.

Zur Halbinsel Jasmund und zurück nach Stralsund.

11.06.

Über Greifswald, Anklam, Ueckermünde nach Stettin. 

13.06.

Über Löcknitz, Brüssow, Prenzlau, Boitzenburg, Hohenzieritz nach Neustrelitz.

15.06.

Über Alt Strelitz, Fürstenberg, Gransee, Oranienburg nach Charlottenburg. Der König schreibt am nächsten Tag an Charlotte: "Gestern bin ich von einer 14tägigen Reise nach Pommern zurückgekehrt, an die sich eine Seitenreise nach Strelitz geknüpft hat. Es war die erste, die ich seit 10 Jahren - es ist unbegreiflich wie schnell die Zeit hinfließt - in jene Gegend gemacht habe. Was ich bei dem Anblick von Hohen Zieritz empfunden habe ... will ich Dir nicht zu schildern versuchen.... Ich fürchtete mit Recht den ersten Eindruck dieses Wiederbesuchs, er ist nun überstanden, und ich bin jetzt beruhigter zurückgekehrt, so zerreißend auch für mich die Erinnerung jenes trostlosen Verlustes vor mir stand." (Bailleu) - Prinz Wilhelm schreibt an Charlotte: "Von unserer ferneren Reise in Pommern schreibe ich nichts weiter, weil Karls Erzählungen weit ausführlicher sein müssen. Rügen, Putbus, Stubbenkammer und Arkona sind herrliche Punkte. - In Freienwalde haben wir herrliche Tage verlebt; ein rechtes Ideal von angenehmem Leben zur Erholung."

16.06.

Die Niederkunft der Prinzessin Friedrich wird mit 72 Kanonenschüssen verkündet.

17.06. bis 02.07.

Zwischen dem 17.06. und der Abreise nach Karlsbad am 02.07. residierte der König abwechselnd in Potsdam, Charlottenburg und Paretz und besuchte häufig die Pfaueninsel und Nikolskoe.

02.07.

Abreise von Potsdam über Beelitz, Treuenbrietzen (02.07.), Wittenberg, Leipzig, Chemnitz, Marienberg (03.07.), Komotau nach Karlsbad. Ankunft am 04.07.

03.07.

Fürst von Metternich trifft ein, "um sich bei Seiner Majestät eines Auftrages von dem Kaiser von Österreich zu entledigen und Höchstdieselben einzuladen, einem großen Lager bei Pest in Ungarn beizuwohnen, welches in den ersten Tagen des 8br. stattfinden soll und zu welchem auch der Kaiser von Rußland eingeladen worden ist; da dieser Monarch im Monat August in Warschau eintreffen wird, so schmeichelt man sich in Wien, dass derselbe diese Einladung annehmen wird. Seine Majestät haben solche aus einigen politischen Rücksichten, mit denen F. Metternich selbst einverstanden waren, und da um diese Zeit Militärische Übungen in Berlin stattfinden, auch gegen den 20. 8br. die feierliche Verlobung I.K.H. der Prinzessin Alexandrine mit dem jungen Erbgroßherzog von Mecklenburg-Schwerin festgesetzt ist, abgelehnt." (BPH, Wittgenstein)

04.07.

Der König schreibt an Charlotte: "Wie Du wissen wirst, ist es bei der hiesigen Brunnenkur strenge verboten, sich mit dem Schreiben abzugeben, jedoch kann ich nicht umhin, Freude und Zufriedenheit über die Art zu bezeigen, wie Du die Angelegenheiten der Kommission betreffend, in der Du dich selbst befindest, und den Eifer und die Aufmerksamkeit zu loben, die Du ihr widmest. Allerdings ist sie aber auch von der größten Wichtigkeit für den Staat... Fürst Metternich ist ... hier eingetroffen." (BPH, Rep. 49 J 214)

14.07.

Witzleben schreibt über den Kuralltag des Königs: "Seine Majestät trinken des Morgens 6 Becher zu Hause und 4 Becher an der Quelle, wohin ich Höchstdieselben jedes Mal um 1/2 7 Uhr zu begleiten die Ehre habe; um 1/2 9 Uhr begeben sich Seine Majestät zum Frühstück nach Hause; um 10 Uhr wird gewöhnlich ein Spaziergang zu Fuß oder im Wagen gemacht, um 1 Uhr wird zu Mittag gespeist; die Tafel besteht aus 6 Personen, Seine Majestät, der Generalmajor und Generaladjutant von Witzleben, die beiden Flügeladjutanten Obristlieutenant Graf von Canitz und Major von Rojaowsky, der Geheime Kabinettsrat Albrecht und mir; um 3 Uhr ist der gewöhnliche Kabinettsvortrag, um 4 Uhr begeben sich Seine Majestät in das Theater, um 6 Uhr werden an dem Sprudel 2 Becher getrunken, alsdann wird entweder gefahren oder ein Spaziergang gemacht; des Abends besuchen Seine Majestät ein Konzert oder den gewöhnlichen Versammlungssaal, wo alle Abende getanzt wird; gegen 9 Uhr begeben sich Seine Majestät nach Hause, wo alsdann mit der nämlichen Gesellschaft soupiert wird und um 10 Uhr begeben sich Höchstdieselben zur Ruhe." (BPH, Wittgenstein)

18./19.07.

Nach Marienbad.

29.07.

Ankunft des Herzogs von Anhalt-Dessau mit Gemahlin und des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz.

30.07.

"Seine Majestät haben den 30. Juli den Aufenthalt von Karlsbad verlassen, um sich nach Berlin zu begeben, und werden den 10. oder 11. hier in Teplitz eintreffen, um die hiesigen Bäder bis zum Ende dieses Monats zu gebrauchen" (BPH, Wittgenstein)

30./31.07.

Teplitz.

01./02.08.

Über Peterswald, Dresden, Großenhain nach Cosdorf (01.08.), über Herzberg, Jüterbog, Treuenbrietzen zur Pfaueninsel. Ankunft am 02.08. Zwischen dem 03.08 und 07.08. wechselnder Aufenthalt auf der Pfaueninsel, in Charlottenburg und Berlin.

08./09.08.

Besuch in Wörlitz und Dessau.

10.08.

Über Meißen, Dresden nach Zehist, (10.08.), über Peterswald nach Teplitz. Ankunft am 11.08.

12.08.

Der König schreibt an Charlotte: "Seit dem 11. bin ich hier in Teplitz, nachdem ich Friederike und Alexandrine besucht hatte, die 8 Tage bei ihr zubringen wird. Wörlitz und Dessau mit seinen herrlichen freundlichen Umgebungen hat von neuem auf mich einen recht angenehmen Eindruck hinterlassen. Auch das mit in so vieler Hinsicht interessante Teplitz mit seinen wohltätigen Bädern wird, wills' Gott, segenbringend auf mich einwirken." (Bailleu)

14.08.

Der König schreibt an Charlotte über den Tod seiner Schwester, der Herzogin von York, am 06.08.1820 in London : "Dieser Todesfall hat einige Rückwirkung auf meinen bisherigen Aufenthalt, da ich weder das Theater noch die täglichen Bälle besuchen kann, und so nur allein auf die Spaziergänge oder Fahrten, die freilich sehr mannigfaltig in der Umgegend sind, beschränkt bin." (Bailleu)

31.08.

Über Zehist, Pillnitz, Loschwitz, Dresden nach Meißen (31.08.), über Riesa, Torgau,  Wittenberg nach Potsdam. Ankunft am 01.09.

02.09.

Nach Charlottenburg. Parade Unter den Linden und Diner im Rittersaal mit dem Prinzen Georg von Hessen-Darmstadt. Beobachtung der Sonnenfinsternis.

03.09. bis 05.09.

Potsdam.

06.09.

Besuch in Nikolskoe und auf der Pfaueninsel, dann nach Charlottenburg bzw. Berlin.

09.09.

Korps-Manöver bei Tempelhof.

10./11.09.

Potsdam und Paretz. Der König schreibt an Charlotte, die ihr Kommen angekündigt hat: "Allen Zwang von einer solchen Reise zu entfernen ist dennoch nicht möglich, und so fürchte ich, wird Dir manches lästig fallen, was nicht immer abzuhelfen ist. Auch Nikolais Wünschen, hier nicht als Fremder aufgenommen und behandelt zu werden, soll gleichfalls entgegengekommen werden ... Die leidige Kongress-Aussicht trübt zwar allerdings die Freude, die mir Deine Ankunft gewähren wird, da ich wahrscheinlich bald nach Deiner Ankunft werden abreisen müssen." (Bailleu)

12.09. bis 15.09.

Nach Charlottenburg. Am 15.09. beginnen die militärischen Herbstübungen in Berlin.

16.09.

Ankunft des Großherzogs und des Erbprinzen Paul von Mecklenburg-Schwerin. Zur Pfaueninsel und nach Potsdam.

17.09.

Diner für sämtliche Stabsoffiziere in der Bildergalerie.

18.09.

Korps-Manöver. In den folgenden Tagen finden weitere militärische Übungen bei Berlin statt.

19.09.

Die Verlobung der Prinzessin Alexandrine mit dem Erb-Großherzog Paul Friedrich von Mecklenburg-Schwerin wird mit einem Gala-Diner im Rittersaal gefeiert. Den Tag beendet ein Gala-Hofball  im Rittersaal.

22.09.

"Unsere Manöver waren um Potsdam herum, und am Ruhetag, dem 27., Abend dieses Tages war ein fünfstündiger Waffenstillstand geschlossen, damit beide Teile das übrigens neutrale Palais und dessen Theater besuchen konnten. Alles war en grand parure, Herren und Damen, und so nahm sich das amphitheatrale Parterre mit dem Hof im Vordergrund sehr schön aus." (Jagow)

23.09. bis 25.09.

Charlottenburg.

26.09. bis 28.09.

Potsdam.

29.09. bis 06.10.

Charlottenburg. Am 30.09. besichtigt der König den Bau des Neuen Schauspielhauses. Am Folgetag reist der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin ab. Der König besucht die Kunstausstellung.

02.10.

Nach Großbeeren zur Besichtigung des Schlachtdenkmals und der neuen Kirche.

08.10.

Ankunft der Prinzessin Charlotte. "Die Straßen waren mit Menschen besetzt, Tücher winkten aus den Fenstern. So langten wir im Schloss an und beim Austeigen unterm neuen Portal erscholl ein mehrmaliges Hurra von der gerbeigeeilten Menschenmasse." (Jagow) Wenige Tage später geht der Hof nach Paretz, dann nach Potsdam. Das Zusammentreffen wird durch den Kongress von Troppau unterbrochen, zu dem der Kronprinz am 19.10. abreist.

13.10.

Berlin. Hier beginnen am Folgetag mit der Parade Unter den Linden und dem Diner für sämtliche Stabsoffiziere in der Bildergalerie die Herbstmanöver.

16.10.

Ankunft des Prinzen von Oranien.

18.10.

Ankunft des Herzogs und der Herzogin von Dessau.

24.10.

Nach Berlin. Der König schreibt an den Kronprinzen: "Dass man sich in Troppau nach mir sehnt, ist zwar für mich höchst schmeichelhaft", jedoch habe er beschlossen, "nicht über 8 bis 10 Tage in Troppau zu verweilen", da er denke, dass diese Zeit ausreicht, "um von den Hauptgegenständen ... Kenntnis zu nehmen und darüber Verabredungen treffen zu können" (BPH, Rep. 49 J 214)

27.10.

Besuch der Kunstausstellung.

29.10.

Besuch der Eisengießerei, hier wird gerade das Denkmal für Barklai gegossen.

03.11.

Besuch des Theaters. Dem von allen Anwesenden gesungenen "Gott erhalte Franz den Kaiser" wurden zugefügt "Hoch soll Alexander leben,/Preußens Wilhelm, unser Franz!/Ihres Bundes heil'ges Streben/Ehrt sie wie ihr Waffen-Glanz./Dieser hat uns Sieg gegeben,/Jenes schirmt den Friedens-Kranz./Schütze, Gott, der Theuren Leben: Wilhelm, Alexander, Franz."

04.11.

Über Frankfurt, Crossen nach Grünberg (04.11.), nach Breslau (05.11.), Neiße (06.11.) nach Troppau. Ankunft am 07.11.

 

Der König schreibt an Charlotte: "Einfacher und ruhiger seine Zeit zuzubringen als hier ist wohl nicht möglich, denn die ersten Zeremonienvisiten und Präsentationen abgerechnet, ist seither, und ich bin schon den vierten Tag hier, noch von gar nichts weiter, nicht einmal von einem Diner die Rede gewesen. Ich lasse mir das, wie Du wohl denken kannst, recht gern gefallen, bin den ganzen Tag zu Hause, gehe täglich trotz dem bösen Wetter eine ganze oder halbe Stunde um tiefsten Kot spazieren, und des Abends ins Theater, das sich der Anwesenheit des berühmten Ignaz Schuster ... zu erfreuen hat." (Bailleu)

07.11. bis 20.11.

Troppau. "Im Ganzen war der Aufenthalt in Troppau sehr wenig angenehm; das abscheuliche Wetter verhinderte jeden größeren Ausflug in die sonst ansprechende Umgegend. Der König hielt sich zurückgezogen und nahm fast gar nicht an den diplomatischen Soireen teil, ging aber trotz des Wetters täglich spazieren und ließ sich abends in seiner Wohnung vorlesen. Eine der glänzendsten Veranstaltungen bildete ein vom Kardinal Erzbischof Rudolf zelebriertes Hochamt." (Malachowski)

10.11.

Die Nachricht über die Revolte des Semenowschen Garderegiments trifft ein, "die bei allen Anwesenden große Sensation machte." (Malachowski)

18.11.

 

21.11.

Über Neiße (21.11.), Breslau (22./23.11.), Grünberg nach Berlin. Ankunft am 25.11. Die reformierte Kirche in Breslau besuchte der König nicht mehr, nachdem diese die Kruzifixe vom Altar hatte entfernen lassen, und verbot dies auch seiner Familie, "da sich die Gemeinde schäme, das Bild Christi des Erlösers auf ihrem Altar zu dulden", wie er an den Kronprinzen schrieb

27.11.

Abreise des Großfürsten Nikolaus nach Troppau, er kehrt erst Mitte Dezember nach Berlin zurück. 1820/21 hielt sich das junge Paar fast ein Jahr in Berlin auf. Auch der Besuch 1824/25 dauerte fast ein halbes Jahr, spätere Besuche - nach der Krönung - fielen kürzer aus, oft wurde Charlotte (Alexandra) nun nur noch auf der Hin- und Rückreise begleitet.

02.12.

Die Theatralischen Vorstellungen beim Herzog von Cumberland werden zum Teil von Personen aus der Gesellschaft dargestellt.

08.12. bis 12.12.

Potsdam.

14.12.

Ankunft des Großfürsten Nikolaus.

17.12.

Nach Potsdam. "Die Anwesenheit des Großfürstlichen Ehepaares gestaltete das gesellschaftliche Leben am Hofe im Winter 1820/21 besonders lebhaft; den Gipfelpunkt bildete das mit Aufwendung außerordentlicher Pracht aufgeführte Festspiel Lalla-Rookh." (Malachowski)

27.12.

Nach Berlin. Zum Jahreswechsel geht der König wieder nach Potsdam.

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