Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1823

 

01.01.

Fortsetzung der Rückreise von Verona …   von Prag nach Teplitz.

02.01.

Über Peterswald, Dresden nach Großenhain.

03.01.

Über Cosdorf, Herzberg, Jüterbog, Treuenbrietzen nach Potsdam.

04.01. bis 07.01.

Der König ist in Potsdam und nimmt hier die Parade der Garnison ab.

08.01.

Der Hof kehrt zum Karneval nach Berlin zurück. Zu den Feierlichkeiten treffen am 10.01. der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin sowie der Herzog und die Herzogin von Anhalt-Köthen ein.

12.01.

Gala-Hofball im Rittersaal.

14.01.

Redoute.

15.01.

Assemblee bei Minister Graf Bülow.

17.01.

Besuch der Porzellanfabrik, um ein Service für Charlotte und Alexander zu erwerben.

18.01.

Subskriptionsball.  Alexander von Humboldt erhält 1.000 Friedrichsd'or vom preußischen König als Geschenk.

19.01.

Der Tag der Ordensfeier endet mit einem Diner in der Bildergalerie.

21.01.

Redoute.

22.01.

Assemblee bei Herzog Karl.

23.01.

Wegen großer Kälte dürfen die Wachen die Honneurs unterlassen. Ankunft des Großherzogs und der Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz.

25.01.

Subskriptionsball.

28.01.

Redoute.

29.01.

Ball bei Jagow (durch ca. 50 Offiziere veranstaltet).

01.02.

Ankunft der Prinzen Wilhelm und Karl aus Italien. Einem Dejeuner dinatoire bei Prinzessin Luise folgt am Abend ein Subskriptionsball.

03.02.

Ankunft des Herzogs und der Herzogin von Anhalt-Köthen.

04.02.

Redoute.

05.02.

An der Jagd bei Köpenick und dem Ball bei Prinz August nimmt der König nicht teil.

08.02.

Subskriptionsball.

09.02.

Ball im Prinzessinnen-Palais.

11.02.

Redoute.

15.02.

Subskriptionsball.

19.03.

Großer Ball und Souper im Saal des Schauspielhauses.

20.03.

Feierliches Militärbegräbnis für Kleist-Nollendorf in der Garnisonkirche.

23.02.

Diner in der Galerie.

25.02.

Der König besucht die "Große Menagerie von van Aken und Martin".

27.02.

Generalprobe der Oper Nurmahal.

03.03.

Abreise der Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz.

18.03.

Friedrich Wilhelm III. schreibt an seine Tochter Charlotte über die Karnevalstage: "Bei uns ist es seit der Ankunft der Tante [Kurfürstin Auguste von Hessen-Kassel, Schwester des Königs] ziemlich lebhaft geworden. Rittersaal, Diner, Gala Schauspiele, Theater im Neuen Palais, ein kleiner Ball im Prinzessinnen-Palais etc. etc. Dies sind ungefähr die Unterhaltungen, die bisher stattgefunden haben." (Bailleu)

24.03.

Abreise des Großherzogs.

25.03.

Der König besucht das Atelier von Wichmann (Statue von Charlotte).

26.03.

Der Hof begibt sich zu den Osterfeierlichkeiten nach Potsdam. Besuch der Garnisonkirche.

30.03.

Diner der Stabsoffiziere der Garden in der Orangerie des Neuen Gartens, Besuch des Pfingstbergs.

31.03.

Parade der Garnison, Diner im Bronzezimmer.

01.04.

Zur Parade Unter den Linden kommt der König nach Berlin zurück.

02.04.

Diner sämtlicher Stabsoffiziere in der Galerie des Schlosses.

04.04.

Besuch der kleinen Kunstausstellung im Akademiegebäude.

05./06.04.

Rückkehr nach Potsdam.

11.04.

Der König besichtigt in Berlin die Buchdruckerpresse mit Dampfmaschinen bei Spener. (BPH)

12.04.

Rückkehr nach Potsdam zur Rekrutenbesichtigung. In den folgenden Tagen wechselt der Aufenthalt zwischen Potsdam und Berlin.

16.04.

Nach der Besichtigung des Lehr-Infanterie-Bataillons Rückkehr nach Berlin.

17.04.

Ankunft der Kurfürstin von Hessen und ihrer beiden Töchter.

23.04.

Ankunft des Kurprinzen von Hessen.

25.04.

Ankunft des Erbgroßherzogs und Rückkehr nach Potsdam.

26.04.

Diner im Bronzezimmer; Ankunft der Herzogin der Niederlande.

27.04.

Prinz Wilhelm gibt ein Diner im Neuen Palais für das Offizierskorps.

28.04.

Beginn der Truppenübungen in Potsdam; Diner im Bronzezimmer.

29.04.

Parade der Garnison.

30.04.

Ball bei Prinz Wilhelm.

01.05.

Diner im Rittersaal; Oper en Gala (Nurmahal).

02.05. bis 06.05.

Zu den Truppenübungen nach Potsdam. Hier findet am 03.05. das Stiftungsfest des Lehr-Infanterie-Bataillons ("Schrippenfest" am 2. Pfingstfeiertag) in Gegenwart der königlichen Familie mit Feldgottesdienst auf der Garten-Seite des Neuen Palais statt. Nach dem  Essen gibt es  Lustbarkeiten im Neuen Palais.  Der Name "Schrippenfest" stammt von einer großen Berliner Semmel, die jeder Festteilnehmer vor seinem Gedeck fand.

06.05.

Rückkehr nach Berlin, wo am 14.05. die Korps-Manöver beginnen.

08.05.

 Ball im Prinzessinnenpalais.

18.05.

Diner für sämtliche Stabsoffiziere in der Bildergalerie.

19.05.

Parade unter den Linden.

22.05.

Beginn der Feld-Manöverbei Spandau und Kladow, während der sich der König in Potsdam aufhält (bis 25.05.).

26.05.

Von Potsdam über die Pfaueninsel Rückkehr nach Berlin.

29.05.

Ball im Prinzessinnenpalais.

30.05.

Dejeuner dinatoire in Charlottenburg.

01.06.

Zur Pfaueninsel.

02.06.

Durch Kabinettsordre befiehlt der König  Veränderungen im gelben Gips-Marmorsaal seines Palais; die Kosten (918 Tlr. 23 Sgr.) zahlt er aus der Schatulle.

06.06.

Nach dem Besuch im Atelier von Rauch (Statue von Blücher für Breslau) und der Eisengießerei (Monument für Prinz Louis Ferdinand und Köckritz) kehrt der König nach Potsdam zurück.

09.06.

Über Nikolskoe zur Pfaueninsel.

10.06.

Über Paretz nach Potsdam.

11.06.

Nach Charlottenburg, wo ab 12.06. die Korps-Manöver stattfinden.

14.06.

Zur Pfaueninsel.

15.06.

Nach Charlottenburg.

18.06.

Parade Unter den Linden.

21.06.

Über die Pfaueninsel nach Potsdam, am 23.06. Rückkehr nach Charlottenburg.

05.07.

Von Charlottenburg über die Pfaueninsel nach Potsdam.

06.07.

Reise nach Teplitz zur Kur über Treuenbrietzen, Golsdorf, Mügeln, Annaburg, Zülsdorf, Cosdorf und Dresden. Der König reist inkognito als Graf von Ruppin. In Golsdorf Besuch des Schlachtfeldes von Dennewitz.

07.07.

Fortsetzung der Reise über Zehist, Peterswald, Arbesau nach Teplitz. In den folgenden drei Wochen besucht der König wie in den vergangenen Jahren die Sehenswürdigkeiten der Gegend, am 23.07. feiert man den Namenstag der Fürstin Clary zugunsten des Armenhospitals.

01.08.

Abreise über Zehist, Zschachwitz nach Pillnitz, über Laubegast, Dresden nach Großenhain. In Begleitung des Generaladjutanten von Witzleben begibt sich der König nach Pillnitz zum Diner beim König.

02.08.

Über Annaburg (Besichtigung des Militär-Erziehungsinstituts), Treuenbrietzen nach Potsdam und zur Pfaueninsel. Hier treffen am Folgetag der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz und die Herzogin von Anhalt-Köthen ein, um mit dem König dessen Geburtstag zu verbringen.

04.08.

Rückkehr nach Charlottenburg. In den folgenden Tagen wechselt der Aufenthalt mehrfach zwischen Charlottenburg, Berlin, Monbijou, der Pfaueninsel, Nikolskoe und Potsdam, Schönhausen und Paretz.

24.08.

Besichtigung der Potsdamer Brunnenanlagen.

25.08.

Nach Charlottenburg. Am kommenden Tag beginnen die Korpsmanöver bei Treptow.

28.08.

Mit "kleinem Gefolge (Generaladjutant von Witzleben, Flügeladjutant von Prittwitz, Geheimer Kämmerier Timm, Leibarzt Dr. Wiebel) begibt sich der König über Werneuchen nach Freienwalde zum Diner bei der Kronprinzessin. Am Abend Besuch des Theaters. Am Folgetag Rückkehr nach Charlottenburg, von wo aus sich der König auf die Pfaueninsel begibt.

01.09.

Nach Potsdam.

03.09.

Zur Parade nach Wittstock; Dejeuner dinatoire in Kerzendorf bei General Tauentzien; Rückkehr nach Charlottenburg.

05.09.

Beginn der Herbstmanöver (bis 19.o9.), zu denen der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin von Mecklenburg-Schwerin, der Herzog von Nassau, der Großherzog von Sachsen-Weimar eingetroffen sind.

06.09.

Diner für sämtliche Stabsoffiziere in der Bildergalerie und im Weißen Saal.

07.09.

Parade zwischen der Hasenheide und Schöneberg;  Ankunft des Großherzogs von Sachsen-Weimar.

08.09.

Manöver zwischen dem Kreuzberg und Tempelhof; Diner beim Herzog von Cumberland.

09.09.

Manöver; Diner bei General Graf Tauentzien.

14.09.

Nach Löwenbruch. Hier, in Groß Beeren und bei Weißensee finden vom 15. bis 20.09. Feldmanöver statt.

18.09.

Ankunft des Herzogs und der Herzogin von Zerbst-Augustenburg.

21.09.

Besuch der Französisch-Werderschen Kirche und Diner in der neu eingerichteten Galerie.

24.09.

Abreise des Großherzogs von Sachsen-Weimar, des Herzogs von Nassau etc.

26.09.

Besichtigung des Models der Statue Blüchers im Atelier von Rauch.

29.09.

Nach Paretz, Dejeuner in Falkenrehde und Besuch der Kirche, Rückkehr nach Charlottenburg.

30.09.

Diner für das Offizierskorps des Lehr-Infanteriebataillons.

04.10.

Nach Paretz zum Feuerwerk. In den folgenden Tagen wechselt der Aufenthalt zwischen Paretz, Berlin, Charlottenburg und Potsdam.

09.10.

Besichtigung der neu erbauten Artillerie- und Ingenieur-Schule.

19.10.

Rückkehr nach Berlin zur Parade der Garnison Unter den Linden. Der Tag endet mit einem Diner in der Galerie.

23.10.

Besuch eines Konzerts zum Wohl des Friedrichs-Stiftes.

28.10.

Durchreise der Großherzogin von Mecklenburg-Strelitz.  Friedrich Wilhelm III. schreibt an Prinz Wilhelm: "Bei uns geht noch alles den alten bekannten Gang, nur dass man sich schon sehr mit dem beschäftigt, was binnen Monatsfrist hier vorgehen wird. Potsdam und Berlin beabsichtigen der Prinzessin Braut sehr brillante Einzüge vorzubereiten die dann wie gewöhnlich in Einholungen, Ehrenpforten, weiß angezogenen Mädchen etc. etc. bestehen werden." (BPH)

29.10.

Der Hof ist in Berlin. In Potsdam besucht der König mehrfach Schausteller auf dem Potsdamer Markt und die Garnisonkirche.

18.11.

Besichtigung der neu erbauten eisernen Friedrichsbrücke.

20.11.

Kirchenmusik in der Garnisonkirche.

24.11.

Ankunft der Prinzessin Friedrich der Niederlande.

27.11.

Ankunft der Prinzessin Elisabeth, Braut Friedrich Wilhelms IV., in Michendorf. Sie wird vom König empfangen, ihr Einzug erfolgt unter Vorreitung und Paradierung des Bürgergarde-Corps durch die Ehrenpforte am Potsdamer Markt. Nach einem Diner im Bronzezimmer endet der Tag mit einem "Souper en famille". "Mit vieler Anmut erträgt sie die tötenden Ehrenbezeugungen."

28.11.

Einzug der Prinzessin in Charlottenburg und Berlin: "Ein wichtiges Tagesereignis dieses Herbstes war die Vermählung des Kronprinzen. Dass Bedenken laut geworden wären gegen die künftige katholische Königin, erinnere ich mich nicht. Die konfessionellen Gegensätze schliefen damals. 'Ehe aus gegenseitiger Liebe schon selten, in hohen Fürstenstämmen noch seltener! und nun auch ein schönes politisches Band zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands', schreibt Onkel Raumer darüber. - Oberst Brünneck, mit dem ich im Feldzug von 1815 im Blücherschen Hauptquartier zusammen war, ging über Naumburg nach Merseburg zum Empfange der Kronprinzessin. Er erzählte, Polte habe ihm die Bibel empfohlen, und er wolle mich darum bitten, er habe sie nie gelesen, auch das Neue Testament nicht. Am 29. November zog die neuvermählte Kronprinzessin feierlich in Berlin ein, wobei durch den Bruch eines Brückengeländers eine Anzahl Menschen ihren Tod im Wasser fanden." (Gerlach, Aufzeichnungen) - Eintrag des Königs im Tagebuch (BPH): "21 Personen verunglückten bei der Interimsbrücke."

29.11.

Vermählung des Kronprinzen Friedrich Wilhelm mit der Prinzessin Elisabeth von Bayern.

30.11.

Dem Kirchgang im Dom folgt ein Dejeuner dinatoire bei den Neuvermählten. Am Abend findet ein Ball im Weißen Saal statt.

01.12.

Gala-Diner im Rittersaal.

02.12.

Empfang im Schauspielhaus, Aufführung von "Hermann und Dorothea"; Hofball im Weißen Saal; Souper in der Bildergalerie.

03.12.

Großes Diner beim Kronprinzen; Souper im Prinzessinnenpalais; Frei-Redoute "wo wir in Kostümen aus dem Mittelalter erschienen" (Jagow)

04.12.

Diner in der Galerie.

05.12.

Ball und Souper beim baierischen Gesandten Graf Rechberg.

06.12. bis 08.12.

Der König ist in Potsdam.

08.12.

Ball und Souper bei Prinz Wilhelm.

09.12.

Diner bei Prinz Friedrich.

11.12.

Diner bei Prinz August.

15.12.

Diner beim Herzog von Cumberland.

16.12.

Ball und Souper bei Herzog Karl.

17.12.

In den verbleibenden Tagen des Jahres ist der König in Berlin oder Potsdam.

23.12.

Besuch der Ausstellungen der Konditoren Fuchs, Hasselberg, Grunow und Leichmann in Berlin.

30.12.

Bescherung im Prinzessinnenpalais.

31.12.

Der König begibt sich nach Potsdam.

 

 

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© Gaby Huch