Dr. Gaby Huch | Roedernstraße 49 b | 12623 Berlin | 0172 2736985 | gaby@huch.berlin
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1838

01.01.

Das Jahr beginnt mit einem Diner im Bronzezimmer des Berliner Schlosses. Danach begibt sich der König nach Potsdam und kehrt erst am 04.01. nach Berlin zurück.

21.01.

Ordensfeier

25.01.

Diner beim Kronprinzen (30-jährige Erinnerung an den Aufenthalt Memel)

29.01.

Dejeuner dansant für die Gesandten

30.01.

Große Schlittenfahrt des Kronprinzen und Dejeuner dansant

31.01.

In den nächsten Wochen wechseln sich fast täglich Bälle beim Kronprinzen, beim Prinzen Wilhelm, bei den Prinzen August und Karl sowie im Prinzessinnenpalais ab.

03.02.

Dejeuner dinatoire bei Prinz Karl; Subskriptionsball

05.02.

Große Schlittenfahrt des Kronprinzen und Dejeuner dansant

06.02.

Redoute

10.02.

Subskriptionsball

11.02.

Ball bei Graf Redern - Prinz Wilhelm schreibt an Charlotte: "Unsere 2. Karnevalswoche ist ganz animiert gewesen. Am Montag fand die Schlittenfahrt von uns aus statt. … Das bunte Gewimmel der teils sehr brillanten Schlitten und Reiter auf dem Opernplatz sah sehr charmant aus. Es ward nun im runden Ballsaal diniert, wo die Tische en étoile gedeckt standen, was sehr hübsch aussah. Bis 7 Uhr ward sehr munter getanzt. Am Dienstag war Redoute ... Mittwoch war die Assemblee bei uns, 930 Personen ... Donnerstag gab Prinz August seinen Ball. Gestern, am Sonnabend, Ball, der von 500 Personen besucht war ... Heute ist Ball beim Grafen Redern."

17.02.

Subskriptionsball

19.02.

Dilettanten-Konzert zum Wohl der Armen im Schauspielhaus. Der König schreibt an Charlotte: "Unser Karneval ist weit animierter als man erwartet hatte. Außergewöhnliches ist jedoch nicht vorgekommen, mit Schlittenfahrten, die Fritz und Wilhelm gaben und an der einige fünfzig bis sechzig Schlitten teilnahmen. Die bei Albrecht in dessen Garten aufgebauten Rutsch-Eisberge, nach Art der russischen, werden trotz der Kälte äußerst zahlreich besucht … Ein paar Mal haben schon diese Rutschpartien selbst bei Abend und bei brillanter Illumination mit Trompetenmusik, die bei Albrecht de rigueur ist, statt gehabt und sollen viel Beifall gefunden haben. Ich spreche jedoch von allem diesen nur vom Hörensagen, da ich sie selbst noch gar nicht besuchte. Vielleicht geschieht es einmal, wenn die Kälte etwas nachgelassen haben wird."

24.02.

Subskriptionsball

26.02.

Dejeuner dansant im Palais

13.03.

Quadrille zu Pferde

14.03.

Der König schreibt an Charlotte zu deren Kurplänen: "Wie ich aber erfahre, so hat man Dir Krauth bei Tegernsee vorgeschlagen. Der Vorschlag mag vielleicht gute Gründe haben, bemerken muss ich jedoch, dass der König von Baiern sich in der kölnischen Angelegenheit so verletzend gegen Preußen nimmt, dass Dein Aufenthalt in den bayerischen Staaten mir nicht angenehm sein kann, was ich jedoch nur beiläufig bemerken will, da die Herstellung Deiner etwas angegriffenen Gesundheit die Hauptsache bleibt." (BPH, Rep. 49 J 201a)

18.03.

Diner in der Galerie

20.03.

Dejeuner dinatoire bei Prinz Karl

22.03.

Dejeuner dinatoire bei Prinz Wilhelm

24.03.

Ankunft des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz

25.03.

Diner in der Galerie

13.04.

Karfreitag; Besuch der Singakademie

16.04.

Der König geht nach Potsdam. Am Folgetag besichtigt er das Lehrbataillon am Neuen Palais.

18.04.

Prinz Wilhelm an Natzmer: "Übrigens wird das Feldmanöver sehr unbedeutend ausfallen, da das noch 'niemals betretene Plateau von Charlottenburg' das champs d'honneur werden soll, dem sich eine Brückenschlagung bei Pichelswerder und ein Sturm auf Spandau am andern Tage anschließen soll." (Berner)

21.04.

Parade auf dem Luisenplatz in Charlottenburg

22.04.

Besuch der Garnisonkirche und anschließende Parade

24.04.

Besuch von Nikolskoe

26.04.

Besuch der Kunstausstellung junger Künstler  in der Akademie

29.04.

Besuch der Garnisonkirche und anschließende Parade

01.05.

Ankunft der großherzoglichen Herrschaften von Sachsen-Weimar; Diner im Bronzezimmer

03.05.

Gala-Diner in der Galerie

04.05.

Besuch der Hyzinthengärten

05.05.

Besuch im Atelier von Rauch

07.05.

Ankunft Luises und des Prinzen; großer Zapfenstreich

08.05.

Begin der Manöver

09.05.

Das Oratorium "Die Schöpfung" von Hayden wird durch Spontini zum Besten des Spontini-Fonds aufgeführt.

10.05.

Der Hof ist zu den Manövern bis zum 19.05. in Potsdam.

11.05.

Parade und Dejeuner dinatoire in den Russischen Zimmern

12.05.

Diner bei Wilhelm im Neuen Palais für die Offiziere des Lehrbataillons

13.05.

Audienz für den türkischen Gesandten

14.05.

Parade und Gala-Diner

16.05.

Ankunft der großherzoglichen Herrschaften von Mecklenburg-Strelitz

17.05.

Ankunft Alexandrines und des Großherzogs und des Herzogs und der Herzogin von Anhalt-Dessau

19.05.

Rückkehr nach Berlin zur Ankunft des Kaisers und der Kaiserin von Russßland, vom König in Friedrichsfelde begrüßt. Die Revuen beginnen am 20.5. mit einem Diner für sämtliche Stabsoffiziere in der Bilder-Galerie und einer Gala-Oper beginnen, am Folgetag findet die große Parade statt. In den nächsten Tagen treffen zu den Manövern der König von Württemberg, der König von Hannover, der Großherzog von Oldenburg, der Herzog von Anhalt-Köthen u.a. ein.

 

"1838 konstatierte das Zarenpaar am Hof und in der Gesellschaft Berlins eine vorherrschende russische Antipathie. … Wilhelm versuchte in einem ausführlichen Brief, den ungünstigen Eindruck des Zarenpaares als die Folge vorgefassßter Meinungen zu erklären. Er kritisierte hier erstmals die russische Handels- und Zollpolitik, die den preußischen Export behinderte und damit die Verstimmung im Volke schüre, auch musste er einräumen, daß der Zar selbst dem König durch vieles Anlass zur Verbitterung gegeben habe."  (Wilhelm an Charlotte, Einleitung, 22)

01.06.

Ehrenbürgerwürde für den russischen Kaiser

02.06.

Dejeuner dansant en gala beim russischen Gesandten

04.06.

Gottesdienst am Neuen Palais; Fest für das Lehrbataillon und  verschiedene Unterhaltungen im Freien

05.06.

Dejeuner dinatoire bei Prinz Karl in Glienicke

06.06.

Abreise des Kaisers nach Stockholm

07.06.

Der Hof ist in den folgenden Tagen in Berlin, Charlottenburg, Babelsberg, auf der Pfaueninsel, in Potsdam und in Paretz.

17.06.

Beginn der Reise nach Erdmannsdorf und Teplitz über Frankfurt a. O., Crossen nach Naumburg a. Bober in Begleitung der Prinzessin Friedrich der Niederlande und deren Tochter, Prinzessin Louise (die zunächst nach Fürstenstein reisen, und in E. am 19. ankommen), und der Fürstin Liegnitz im strengen Inkognito als Graf von Ruppin

18.06.

Über Bunzlau, Löwenberg, Hirschberg nach Erdmannsdorf, wo sich der König bis 29.06. aufhält

20.06.

Ankunft Luises

21.06.

Nach Buchwald, Besuch des Grafen Redern; Diner in Fischbach

23.06.

Besuch der Kaiserin von Russland in Erdmannsdorf, des Kronprinzen mit Gemahlin u. a. Mitglieder des Königshauses

25.06.

Der König besucht mit der Kaiserin und der Fürstin Liegnitz Stohnsdorf, Merzdorf, Seidorf - Tyroler Kolonie, Arnsdorf, Schmiedeberg.

26.06.

Der König besucht mit der Kaiserin und der Fürstin Liegnitz Warmbrunn; Dejeuner bei Graf Schaffgotsch; Ankunft des Prinzen und der Prinzessin Karl von Hessen-Darmstadt.

27.06.

Nach Fischbach; Abreise Charlottes und Luises

30.06.

Über Schmiedeberg, Landshut nach Freiburg in Begleitung der Kaiserin, des Kronprinzen, der Kronprinzessin, der Prinzessin der Niederlande, der Fürstin Liegnitz, dem Prinzen Karl und den Enkelinnen Alexandra und Luise

01.07.

Russischer Gottesdienst auf Schloss Fürstenstein; Diner in Salzbrunn

03.07.

Über Landshut, Trautenau, Oels, Neu Paka nach Gitschin

04.07.

Über Sobotka, Jung Bunzlau, Weißwasser, Hirschberg, Neuschloß, Auscha, Lobositz nach Teplitz, wo Friedrich Wilhelm III. bis 25.07. seinen Kuraufenthalt nimmt

05.07.

Ankunft des Kronprinzen, der nach Marienbad weiterreist

10.07.

Der König schreibt an Charlotte: "Hier in Teplitz geht alles seinen gewohnten Gang, der mir deshalb auch zusagt, wobei ich mir jedoch des Gedankens nicht erwehren kann, dass es in Erdmannsdorf und Fürstenstein doch noch weit besser war. Nach dem erhaltenen Reiseplan triffst Du und der Kaiser am 18. abends hier ein um den 19. hier zu verweilen. Dieser Tag als der einzige, den Du hier zubringst, wird also wohl ziemlich tumultuarisch ausfallen; ein Umstand, der rücksichtlich des Jahrestages unserer unauslöschlichen Trauer viel Peinigendes haben muss. Wäre es nicht besser also, Du triffst erst am Abend dieses Tages hier ein um den 20. hier zu bleiben?" (BPH, Rep. 49 J 201a)

26.07.

Abreise über Peterswald, Pirna, Pillnitz, Dresden nach Großenhain, begleitet durch den Adjutanten von Reitzenstein: Besichtigung des 1837 errichteten Denkmals bei Pristen; im Pillnitzer Wasserschloss Diner beim König von Sachsen; in Dresden Gouté beim Gesandten v. Jordan

27.07.

Über Cosdorf, Herzberg, Jüterbog, Treuenbrietzen nach Potsdam

28.07.

Der Hof ist bis 03.08. in Charlottenburg, dann auf der Pfaueninsel und in Paretz, am 09.08. in Charlottenburg und am 13.08. in Potsdam.

15.08.

Der Hof ist überwiegend in Charlottenburg.

09.09.

Abreise von Potsdam über Brandenburg, Genthin, Burg nach Magdeburg zu den dort bis zum 15.09. stattfindenden Revuen.

13.09.

Prinz Wilhelm schreibt an Augusta: "Die Parade [IV. AK] ist superbe ausgefallen, aber das 3.Korps ist nicht ausgestochen, nach meinem Urteil wenigstens. Andere hörte ich noch nicht. Es fehlte an manchen Kleinigkeiten, die nicht soigniert waren. Das Wetter war herrlich, die Menschenmasse und der Staub ungeheuer. - Ich kam gestern grade zum großen Diner an. Während dem Theater kamen Luise, Marianne und zuletzt der Kaiser an, der aber invisible beim König in der kleinen Loge war. Dann Souper bei Karls en famille mit Hofextrakt. Ob der Kaiser die 6. Division in Brandenburg führt, weiß ich nicht, weil Thile [Ludwig Gustav v., Generaladjutant] alles Mögliche dagegen tut."

16.09.

Rückkehr nach Potsdam;  Ankunft Charlottes und des Kaisers von Russland zu den in den Folgetagen hier stattfindenden Manövern

20.09.

Rückkehr nach Charlottenburg, Ankunft der Weimarschen Herrschaften

21.09.

An den Manöver der Garnison in der Hasenheide nehmen der Kronprinz von Bayern, Prinz Friedrich der Niederlande, Erb-Großherzog von Sachsen-Weimar teil

26.09.

Der Hof ist in Charlottenburg.

27.09.

Eintreffen der russischen Herrschaften in Berlin (Abreise am 2.10.)

07.10.

Der Hof ist in Potsdam.

12.10.

Rückkehr nach Charlottenburg, Friedrich Wilhelm III. schreibt an Charlotte: "Jetzt hat uns alles verlassen und alles kehrt in den gewohnten Gang zurück. … Wie lange und oft werden wir noch der schönen Tage gedenken, die wir miteinander zugebracht haben." (BPH, Rep. 49 J 201a)

18.10.

Diner im Bronzezimmer für die Offiziere, die vor 25 Jahren die Schlacht bei Leipzig mitgemacht haben

22.10.

Kunstausstellung in der Akademie

24.10.

Ankunft des Herzogs von Braunschweig

29.10.

Der König notiert in seinem Tagebuch: "Großer Wagenzug als Probefahrt auf der Eisenbahn zwischen Berlin, Potsdam und zurück" (BPH) - Inbetriebnahme der Eisenbahnverbindung Berlin-Potsdam

06.11.

Der König notiert in seinem Tagebuch: "Besichtigung des Bahnhofes der Eisenbahn in Abfahrt eines Wagenzuges" (BPH)

03.12.

Nachdem der Hof abwechselnd in Potsdam und Berlin war, wird er am 3. Dezember für das Jahresende nach Berlin verlegt.

08.12.

Besuch von "Fausts Wintergarten und Weihnachtsausstellung"

13.12.

Besichtigung der vom russischen Kaiser geschenkten Artilleriepferde (68) und des russischen Detachements im Schlossgarten von Charlottenburg; Ausstellung und Basare von Gropius

24.12.

Bescherung beim Kronprinzen

30.12.

Diner in der Galerie

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© Gaby Huch